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Kunden sehen Sparpotentiale

Programme zum Tausch von Heizungspumpen kommen an

12.09.2012, 10:05

Pumpen im Keller eines Mehrfamilienhauses
Moderne Pumpen können die Stromkosten reduzieren. © Wilo

Programme zum Tausch von Heizungspumpen kommen bei den Kunden an. Stadtwerke berichten über regen Zuspruch und nutzen die Programme zur Kundenbindung. Hessen hat zeitlich begrenzt ein Programm aufgelegt.

Das neue Förderprogramm des Umweltministeriums Hessen für den Austausch von Heizungsumwälzpumpen ist gut gestartet. Seit Beginn vor wenigen Tagen hätten sich bereits über 1.000 Bürger zur Förderung angemeldet: "Das Förderprogramm hat in den ersten Tagen einen rasanten Start hingelegt. Wir sind froh über das positive Feedback der Bürgerinnen und Bürger", so Umweltministerin Lucia Puttrich.

Insgesamt stehen Zuschüsse für den Austausch von 10.000 Pumpen bereit. Voraussetzung ist, dass anstelle der alten Heizungspumpe eine Hocheffizienzpumpe der Effizienzklasse A zum Einsatz kommt. Der Zuschuss von 100 Euro deckt rund ein Viertel der Kosten für Pumpe und Einbau im Einfamilienhaus.

Der Förderbescheid geht Hauseigentümern zu. Nach Einreichung der Rechnung werden die 100 Euro pro Pumpe ausgezahlt. Maximal 2 Pumpen werden pro Haus gefördert.

Auch Baden-Württemberg unterstützt die Bürger beim Umstieg auf effizientere Pumpen und hat dazu ein Gewinnspiel aufgesetzt. Als zusätzlichen Anreiz für den Austausch der alten Heizungspumpe verlost das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft passend zum Landesjubiläum 60 Jahre Baden-Württemberg 60 Gutscheine in Höhe von je 100 Euro. Voraussetzung ist die Einsendung der Handwerkerrechnung nach erfolgtem Austausch bis zum 30. November 2012 an den Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg.

Ein Programm zum Umstieg auf Hocheffizienzpumpen gibt es auch in Bielefeld, es ist zeitlich begrenzt. Dort gibt es eine Gutschrift von bis zu 150 Euro beim Umstieg. Das Angebot gilt für Kunden, die bei den Stadtwerken Strom und Wärme beziehen. Pro Kunde gibt es einen Gutschein.

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen bietet gemeinsam mit Stadtwerken ebenfalls den Pumpentausch an. "Es gibt enorme Potentiale für Stromeinsparungen bei Heizungspumpen, hier können sich Stadtwerke profilieren", sagt Vera Litzka, Geschäftsführerin der ASEW. Weniger als 100 der bundesweit über 900 Stadtwerke haben bislang eigene Programme zum Pumpentausch. Diese Zahl soll sich durch den Vorstoß der ASEW erhöhen. Zum Service gehören neben dem Angebot zum Pumpentausch auch ein Online-Pumpencheck, der für die jeweiligen Stadtwerke angepasst wird. Deren Kunden können damit Einsparpotentiale ermitteln und Förderanträge direkt abschicken.

Die bereits aktiven Stadtwerke haben unterschiedliche Modelle. So gibt es bei den Stadtwerken Zwiesel beim Tausch der Heizungspumpe einen Sondertarif. Wer sich für den Sondertarif entscheidet, erhält einen Zuschuss von 100 Euro.

Die Tübinger Stadtwerke belohnen Kunden, die ihre Heizungspumpe tauschen mit einem Rabatt bei der Stromrechnung. Die errechnete Menge an durchschnittlich eingespartem Strom wird in der Neckarstadt über 4 Jahre mit der Stromrechnung bezahlt. Vier Jahre lang werden pauschal 96 Euro im 1- und 2 Familienhausbereich berechnet, das entspreche ungefähr der Stromeinsparung durch den Austausch, so die Tübinger. Auch hier ist der Stromvertrag bei den Stadtwerken Voraussetzung für den Bonus.

Ein ähnliches Modell gibt es in Heidelberg. Wenn sich Kunden der Stadtwerke Heidelberg für den Pumpentausch entscheiden, stellt der Handwerksbetrieb die Rechnung an die Stadtwerke. In den nächsten vier Jahren ist eine jährliche Ratenzahlung je nach Pumpentyp von 110 bis 125 Euro fällig, sie wird über die Stromrechnung eingezogen. Seit etwas über einem Jahr gibt es das Angebot, sechs Kunden haben es in Anspruch genommen.

Wer eine neue Heizung installiert, kann sich so mit den städtischen und regionalen Programmen zusätzliche Mittel sichern. Zuschüsse für eine neue Pelletheizung, Solarthermie oder Wärmepumpe bewilligt das Bafa ohnehin nur beim Pumpentausch und der Durchführung eines hydraulischen Abgleichs. von Pia Grund-Ludwig

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