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IWO präsentiert Hybrid-Konzept bei den Berliner Energietagen

Power-to-heat: Strom- und Wärmemarkt vernetzen

21.05.2014, 06:00

Im Jahr 2013 stammten bereits etwa 24 Prozent des deutschen Stroms aus regenerativen Quellen. Doch Windkraft und Fotovoltaik weisen ein Defizit auf: Ihre Energiequellen stehen nicht immer bedarfsgerecht zur Verfügung. Um das wetterabhängig schwankende Angebot möglichst gut nutzen zu können, werden Speichermöglichkeiten und die Steuerbarkeit der Stromnachfrage zunehmend wichtiger. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) will Öl-Hybridheizungen können künftig als dezentrale Speicher zur Stabilisierung des Stromnetzes nutzen. Eine erste Referenzanlage ging jüngst ans Netz. Anlässlich der Berliner Energietage am 19. Mai hat IWO das Konzept vorgestellt.

Das Argument: Anders als etwa Strom-Wärmepumpen benötigen Ölheizungen keine zusätzlichen Kraftwerkskapazitäten. Heizöl sei als "Backup-Energie" stets verfügbar. Zudem entstünden keine zusätzlichen Kosten für eine Netzinfrastruktur, da der Energieträger leitungsungebunden ist. Die Grundidee: Strom-Angebotsspitzen, die auf dem Strommarkt wirtschaftlich oder technisch nicht sinnvoll genutzt werden können, werden mittels elektrischer Heizeinrichtungen in Wärme verwandelt. Die überschüssige Energie kann so in Trinkwarmwasserspeichern, in Pufferspeichern für Heizungswasser oder direkt in den Heizkreis eingebracht werden.

Ein erstes Projekt wurde vorgestellt. Das am westlichen Stadtrand befindliche Einfamilienhaus verfügt über ein modulierendes Öl-Brennwert-Heizgerät mit 5 bis 15 Kilowatt Leistung, eine elektrische Heizeinrichtung mit 9 Kilowatt sowie einen Pufferspeicher mit 500 Litern Fassungsvermögen. Die elektrische Heizeinrichtung wurde wie ein Heizkessel mit dem Pufferspeicher verbunden und besitzt zudem eine eigene Umwälzpumpe. Die Ansteuerung erfolgt über eine separate Steuerbox, auf die die Leitwarte eines Stromhändlers jederzeit über das Mobilfunknetz zugreifen kann. Auf diese Weise kann die Heizeinrichtung Strom aus dem Netz nutzen, wenn dort gerade zu viel davon vorhanden ist. Quelle: IWO / bba

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