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Quartiere bieten Chancen für Koppelung von Wärme und Strom

"Politik muss den Wärmemarkt stärker adressieren"

05.11.2015, 10:12

Aktiv-Stadthaus in Frankfurt
Quartiere eigenen sich zur Koppelung von Wärme und Strom. © ABG

Die Politik muss sich im Wärmesektor sowohl durch den Ausbau von Forschung und Entwicklung als auch durch verbesserte Rahmenbedingungen für die beschleunigte Einführung von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz stärker einbringen, forderten die Wissenschaftler auf der Jahrestagung des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Anteil Erneuerbarer Energien für Wärme und Kälte bis zum Jahr 2020 auf 14 Prozent zu erhöhen. Derzeit sind nicht einmal 11 Prozent erreicht. "Es geht nicht mehr um technische Einzellösungen, sondern um eine Optimierung des gesamten Energiesystems, in dem sich die verschiedenen Erneuerbaren Energien über die Sektorengrenzen hinweg sinnvoll ergänzen", so der wissenschaftliche Tagungsleiter Professor Vladimir Dyakonov vom ZAE Bayern. "Auch alle jetzt zu startenden Aktivitäten im Wärmesektor brauchen diese systemische Herangehensweise."

Der Erneuerbare-Energien-Markt findet bislang noch hauptsächlich auf dem Stromsektor statt, der Wärmemarkt werde zu wenig verstanden, so Gerhard Stryi-Hipp vom Fraunhofer ISE. Ziel müsse es sein, das Gesamtenergiesystem zu verstehen, um den Strom- und Wärmemarkt sinnvoll zu kombinieren. Hier schlummerten die großen ungenutzten Potenziale. Die komplexe Aufgabe und Fragen zu Kosten, Amortisation und Nachhaltigkeit löse bei Planern und Investoren allerdings noch Unsicherheiten aus.

Kosten für Wärme sollen transparenter werden

Ein Kostenlabel müsse es auch für den Wärmemarkt geben - beim Strom kann man die eingesparten Kilowattstunden ablesen, im Wärmebereich ist das komplexer, so Dyakonov. Es gelte weiterhin die Komponenten zu verbessern, so dass auch hier Kenngrößen verlässlich werden. Das Monitoring solle auch im Bereich des Wohnbaus im Mehrfamilienhaus ausgeweitet werden, um verlässliche Ergebnisse für das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu bekommen.

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