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ITG untersucht Heizungsvarianten

Ölheizung im Neubau plus Solarthermie reicht für EnEV

12.11.2015, 09:30

Ölheizung
Auch eine Ölheizung schafft die verschärfte EnEV. © MHG

Das ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden hat ein Dutzend unterschiedliche Heizungsvarianten mit Öl-Brennwerttechnik für einen typischen Neubau bewertet – mal mit, mal ohne Einbindung von Solarthermie, wassergeführtem Kaminofen oder Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie unterschiedlichen Dämmstandards. Die Grundlage bildete ein freistehendes, nicht unterkellertes Einfamilienhaus mit Satteldach und einer Wohnfläche von rund 150 Quadratmetern.

"Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass ölbasierte Heizungsanlagen in den unterschiedlichsten Konstellationen den ab 1. Januar 2016 verschärften Anforderungen im Rahmen der Energieeinsparverordnung genügen. Wer einen Neubau in Angriff nimmt, kann also getrost auch mit diesen Varianten planen", meint ITG-Geschäftsführer Professor Bert Oschatz.

Allen untersuchten Optionen gemeinsam ist ein jeweils sehr geringer Heizölbedarf. So benötigt zum Beispiel eine Variante mit Lüftungsanlage und Solarthermie zur Trinkwassererwärmung nur noch 606 Liter Heizöl im Jahr. Dafür reiche ein 1.000-Liter-Tank.

Eine umfassende Kostenanalyse für die vom ITG betrachteten Heizungsvarianten hat der Energieberater und KfW-Sachverständige für Energieeffizienz Thomas Behnke angestellt. So fallen beispielsweise bei einem Bedarf von 606 Litern Heizöl derzeit nur rund 380 Euro jährlich für den Brennstoff an. "Der Kostenvergleich zeigt, dass sich die Ausgaben für ein Ölbrennwertgerät und eine thermische Solaranlage zur Trinkwassererwärmung bei guter Hausdämmung in der gleichen Größenordnung bewegen wie die Ausgaben für eine rein strombetriebene Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Mindestdämmung", so Behnke. Wer in eine Ölheizung investiert, könne im Vergleich zur Wärmepumpe eine bessere Dämmung und eine Solaranlage für das gleiche Geld bekommen. Quelle: IWO /pgl

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