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Brandenburg gewinnt das Länder-Ranking erneut

Neue Länder setzen mehr Erneuerbare ein

26.11.2010, 09:49

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat einen Ländervergleich zur Nutzung Erneuerbarer Energien vogelegt. Ostdeutschland schneidet dabei deutlich besser ab als der Westen der Republik. Die Länder Brandenburg, Thüringen und Bayern wurden mit dem "Leitstern 2010" für ihr Engagement in Sachen Erneuerbare ausgezeichnet.

Insgesamt schneiden die ostdeutschen Bundesländer im Vergleich besser ab. Sie liegen bei Ausbaustand und –dynamik ebenso vorn wie bei wirtschafts- und technologiepolitischen Maßnahmen und Erfolgen. Besonders bei den Forschungsausgaben für Erneuerbare Energien, der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten in der Fotovoltaik-Industrie sowie bei der Biokraftstoffherstellung gehören sie zur Spitzengruppe. "Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist nicht nur eine wichtige Triebkraft für den Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagt Professorin Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW).

Brandenburg hat im bundesweiten Vergleich von Ausbau und Förderung Erneuerbarer Energien erneut am besten abgeschnitten. Das Bundesland punktet mit ambitionierten Ausbauzielen, hohen Anteilen von Windstrom und Biogas sowie bei Forschung und Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien. Für sein Bundesland nimmt Ministerpräsident Matthias Platzeck den Preis entgegen.

Den "Leitstern 2010" in der Kategorie "Aufsteiger" erhält Thüringen, vertreten durch Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, verliehen. Das Bundesland ist Spitzenreiter bei der Zubaudynamik der Erneuerbaren Energien. Bayern hat die Auszeichnung in der Kategorie "Bürgerengagement" bekommen. Das Bundesland liegt an siebter Stelle im Gesamtranking, ist aber führend bei der gesellschaftlichen Akzeptanz von Erneuerbaren Energien sowie bei der Nutzung von Holzheizungen, Solarthermie, Wärmepumpen und Fotovoltaikanlagen.

Grundlage der Preisverleihung ist eine Studie des DIW und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Sie untersucht die politischen Weichenstellungen der Landespolitik ebenso wie die Anteile und die Ausbaudynamik von Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Zu den 55 erfassten Kriterien gehören wirtschaftspolitische Strategien und Erfolge, Forschungsausgaben der Bundesländer, die Ansiedlung von Unternehmen oder die Zahl der Patentanmeldungen.

Im Vergleich zur Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2008 hat sich der Abstand zwischen erstem und letztem Platz vergrößert. Während der Spitzenreiter Brandenburg seinen Vorsprung weiter ausbauen konnte, ist das Schlusslicht Berlin hinter sein vorheriges Ergebnis zurückgefallen. Zwischen Stadtstaaten und Flächenländern macht sich im Ranking ein Gefälle bemerkbar. Das Beispiel Bremen zeigt aber, dass industriepolitische Erfolge keine Frage der Größe sind. Der Stadtstaat liegt bei Forschungsausgaben (Rang 1), Studiengängen (Rang 4) und Patentanmeldungen (Rang 2) vorn. Doch stehen selbst die führenden Länder weiterhin vor großen Herausforderungen. pgl

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