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Betriebsstromkosten werden nicht separat ausgewiesen

Nebenkostenabrechnungen sind meist nicht transparent

02.03.2010, 15:09

Deutschlandweit könnten 90 Millionen Euro jährlich bei den Betriebsstromkosten für Heizungsanlagen eingespart werden. Aber nur wenige Mieter kennen diese Kosten überhaupt, denn in der Heizkostenabrechnung werden sie meist nicht extra ausgewiesen. Das hat die gemeinnützige co2online GmbH bei der Auswertung von mehr als 30.000 Heizkostenabrechnungen ermittelt.

"Jährlich können 450 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart werden, wenn Vermieter und Hausbesitzer ein paar einfache Eingriffe an ihrer Heizanlage vornehmen lassen und Mieter mehr Transparenz in der Heizkostenabrechnung erhalten", rechnet Stefanie Jank vor, Projektleiterin der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt von der Größe Augsburgs.

"Die Betriebsstromkosten sollten als Heiznebenkosten in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden. Nur dann kann der Mieter die Kosten wirklich nachvollziehen und prüfen", erklärt Jank. Viele Heizkostenabrechnungen seien jedoch unvollständig und wiesen einzelne Posten wie den "Betriebsstrom" oftmals gar nicht aus. In diesen Fällen helfe nur noch die direkte Nachfrage beim Vermieter, der zur Darlegung der Grundlage seiner Berechnungen verpflichtet sei.

Hilfestellung bei der Beurteilung der Kosten leistet der interaktive "Betriebsstrom Check" von co2online. Damit kann jeder Mieter in einer Minute ermitteln, ob er zuviel für den Betriebsstrom bezahlt. Das individuelle Ergebnis mit Hinweisen für die nächsten Schritte ist laut co2online so aufbereitet, dass es an den Vermieter oder die Hausverwaltung weitergeleitet werden kann. Im Idealfall werden dann Optimierungsmaßnahmen an der Heizanlage durchgeführt. sth

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