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Häuser mit guter Dämmung brauchen nachts keine Heizung

Nachtabsenkung der Heizung macht nur bis 17 Grad Sinn

29.12.2009, 05:31

Eine Nachtabsenkung der Heizung spart Energie. Allerdings sollten 16 bis 17 Grad nicht unterschritten werden. "Ein weiteres Absenken ist nicht anzuraten, da bei unzureichend gedämmten Gebäuden oder bei Wärmebrücken Bauteile stark auskühlen und die Gefahr der Schimmelbildung besteht", sagt Werner Eicke-Hennig, Programmleiter der Hessischen Energiespar-Aktion. "Trotzdem spart die Nachtabsenkung Energie, denn Rohrleitungen und Kessel verlieren weniger Energie und vor allem sind die Wärmeverluste über die Gebäudehülle geringer", so Hennig weiter.

Unter Nachtabsenkung versteht man die nächtliche Reduzierung der Heizwassertemperatur einer Heizungsanlage. Damit lässt sich nachts oder bei einer längeren Abwesenheit ein geringerer Energieverbrauch erzielen. Dazu wird an der Heizungsanlage die Vorlauftemperatur reduziert. Die Nachtabsenkung um 3 bis 8 Grad ermöglicht es in weniger gut gedämmten Gebäuden Heizenergie einzusparen.

Wird die Raumtemperatur nachts von 20 auf 17 Grad reduziert, so ergibt sich bei Altbauten gegenüber der durchgängigen Beheizung nach Angaben der Experten der Hessischen Energiespar-Aktion eine Einsparung zwischen 5 und 10 Prozent. Damit wird bei einem Einfamilienhaus-Altbau im Durchschnitt 1 Liter Heizöl pro Nacht gespart.

Bei sehr gut gedämmten Gebäuden mit guter Wärmespeichermasse ist es besser die Heizung total abzuschalten. Dann laufen auch die Heizungspumpen nicht. Die brauchen viel Strom. Um nur zirka 1 bis 1,5 Grad sank die gemessene nächtliche Raumtemperatur in hessischen Niedrigenergiehäusern bei abgeschalteter Heizung. Verfügt das Heizsystem nicht über ein Schnell-Aufheizprogramm, so ist der Zeitpunkt für die morgendliche Aufheizung so zu wählen, dass die Räume wieder rechtzeitig warm sind.

Eine Absenkung empfiehlt sich auch bei Tag, wenn sich über einen längeren Zeitraum niemand im Haus aufhält. Für Mietwohnungen gilt: Die Zentralheizung muss tagsüber zwischen 6 und 24 Uhr so eingestellt sein, dass eine Raumtemperatur von 22 Grad erreicht werden kann. Die nächtliche Mindesttemperatur beträgt 17 bis 18 Grad Celsius. Der Vermieter darf die Heizung also nicht völlig ausschalten. Heute wird die Zeit zwischen 24 und 6 Uhr als angemessen für die Nachtabsenkung der zentralen Heizanlage betrachtet. pgl

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