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Zahl der Zuschüsse ist im Juni deutlich gestiegen

Nachfrage nach Erneuerbaren bei Heizungen wächst

09.07.2015, 08:35

Wärmepumpe im Keller
Zuschüsse für Wärmepumpen legen zu. © Stiebel Eltron

Die Änderungen am Marktanreizprogramm, die zum 1. April 2015 in Kraft getreten sind, sollen dazu beitragen, Bauherren zum Einsatz erneuerbarer Energie bei Heizungen zu motivieren. Die Anträge beim BAFA sind seit April auch deutlich angestiegen, vor allem für Wärmepumpen. Ob das nur Mitnahmeeffekte sind von Bauherren, die die besseren Konditionen abgewartet haben, oder dauerhaft mehr Nachfrage auslösen kann, wird das zweite Halbjahr zeigen.

Holzheizungen konnten bislang noch nicht wirklich gewinnen, die Antragszahlen liegen in den drei Monaten nach den neuen Richtlinien nur geringfügig über dem Vorjahr. Aus Sicht von Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Pellet-Instituts (DEPI), ist die Richtlinie des Marktanreizprogramms beim BAFA dennoch "grundsätzlich gelungen und mit guten Fördersätzen ausgestattet." Dass sie innerhalb eines Vierteljahres schon gravierende Wirkung zeige, sei bei dem am Markt weitreichend anzutreffenden Desinteresse am Thema Heizung nicht zu erwarten, so Bentele weiter.

 

Für die kaum sichtbare Resonanz beim Verbraucher sieht er zwei Gründe: Die auf neun Monate erweiterte Frist im einstufigen Verfahren dränge den Antragsteller nicht gerade zur Eile. Bislang musste ein Antrag sechs Monate nach Inbetriebnahme der Anlage gestellt werden, nun sind es neun.

Verbraucher kennen Förderprogramme nicht

"Wesentlich schwerwiegender ist das generelle Wissensdefizit beim Verbraucher um diese hervorragenden Anreize zum Heizungstausch", so Bentele. Die Öffentlichkeitsarbeit der Verbände reiche nicht aus, um dies zu beheben. Die Bundesregierung sei gefordert, das MAP mit intensiver Aufklärungsarbeit und auch mit teuren Werbemaßnahmen zu begleiten, so Bentele. Das sieht auch Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe so. Wie gut das Marktanreizprogramm sei habe sich noch nicht wirklich herumgesprochen.

Er hoffe auch, dass vor allem Erdwärmepumpen nun einen Aufschwung erfahren, so Stawiarski. Da bekomme man durch Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro die Erdwärmebohrungen quasi dazu. Man habe mittlerweile auch zwischen 80 und 100 Bohrunternehmen zertifiziert und im Verband, da trenne sich die Spreu vom Weizen.

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