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Zum Winteranfang lohnt ein Gang in den Heizungskeller

Minimalmaßnahmen können Heizkosten senken

11.12.2012, 07:45

Wer jetzt bei Wintereinbruch in den Heizungskeller geht, am besten in Begleitung eines Fachmanns, der kann häufig bei geringen Investitionen mittelfristig Geld sparen. Manche Maßnahmen zur Reduzierung der Heizkosten lassen sich auch ohne Investitionen realisieren.

Zu den Maßnahmen, die kein Geld kosten gehören einfache Regeln zum Heizen: Die Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen verdecken, Stoßlüften, statt die Fenster zu kippen, undichte Stellen an den Fenstern abdichten und die Raumtemperatur um ein Grad senken. Die Türen zu nicht geheizten Zimmern sollte man schließen. Sonst dringt warme Luft ein, trifft auf kühle Wände und es kann sich Tauwasser bilden. Eine weitere sinnvolle Regel ist es, die Thermostate nicht voll aufzudrehen. Dreht man voll auf, hört die Heizung erst bei einer deutlich höheren Raumtemperatur auf zu heizen. Schneller warm wird es aber nicht.

Abhilfe schaffen einige Optimierungsmaßnahmen. Zu den einfachsten gehört die Rohrdämmung. Sie ist nicht nur sinnvoll, sondern sogar vorgeschrieben, da sonst ein großer Teil der Wärme im Keller verpufft, anstatt die Wohnung zu beheizen. Wer die Rohre dämmt, spart bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter circa 2.500 kWh pro Jahr. Da Luft Wärme um ein Vielfaches schlechter leitet als Wasser, sollte man die Heizungen außerdem regelmäßig entlüften. Wem der Entlüftungsaufwand zu groß ist, kann auch selbstlüftende Ventile installieren lassen.

Eine weitere Maßnahme sind programmierbare Thermostatventile: Diese ermöglichen eine automatische Absenkung der Temperatur, wenn die Räume nicht genutzt werden und können für alle Räume individuell eingestellt werden. Die Ersparnis liegt je nach Dauer der Absenkung und Dämmstandard des Gebäudes nach Angaben der VdZ bei bis zu 15 Prozent. Den Austausch kann man bei etwas handwerklichem Geschick selbst machen. Programmierbare Thermostate gibt es ab 25 Euro.

Eine weiterer Hebel zur Senkung der Kosten für die Heizung kann der Austausch einer ungeregelten Heizungspumpe gegen eine hocheffiziente, geregelte Pumpe sein.

Etwas aufwändiger, aber meist auch nach wenigen Jahren amortisiert ist der hydraulische Abgleich. Er sichert die gleichmäßige Wärmeverteilung in einzelnen Räumen bei optimiertem Energieverbrauch.

Wer einen Kessel im Keller hat, der älter ist als 20 Jahre sollte über den Austausch nachdenken auch wenn die Anlage noch funktioniert. "Wer über hohe Energiepreise stöhnt, sollte seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzen", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der co2online gemeinnützige GmbH. Ihr Unternehmen berät mit Unterstützung durch Bundesregierung und Verbraucherzentrale Bürger bei der Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks.

Die Preise für Gas-Brennwertkessel liegen zwischen 4.500 und 7.000 Euro (ohne Einbau). Öl-Brennwertkessel sind etwas teurer. Wer zusätzlich eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung installiert, muss mit Kosten zwischen 15.000 und 20.000 Euro rechnen.

Vor dem Kesseltausch sollte der Wärmebedarf des Hauses vom Fachmann berechnet werden. Dieser dient als Grundlage für die benötigte Leistung des Heizkessels. Brennwertkessel können vom Keller bis zum Dach so gut wie überall installiert werden. Wandhängende Modelle sind sehr platzsparend. Bodenstehende Modelle brauchen mehr Platz, kommen aber ohne Überströmeinrichtungen aus, die den Brennwerteffekt beeinträchtigen können. Verbraucher sollten außerdem nicht nur auf hohe Wirkungsgrade im Brennerbetrieb achten. Da der Kessel oft in Betriebsbereitschaft ist - vor allem im Sommer - sollten Käufer auch die Stillstandsverluste bei der Auswahl berücksichtigen.

Beim Heizen mit einem Brennwertkessel bildet sich Kondenswasser. Damit die entstehende Feuchtigkeit den Schornstein nicht schädigt, muss ein spezielles Kunststoff- oder Edelstahlrohr installiert werden. Dieses kann meist einfach in den vorhandenen Schornstein eingezogen werden. Darüber hinaus benötigt man einen Abwasseranschluss, da das anfallende Kondenswasser in die Kanalisation abgeführt werden muss. Der Ablaufschlauch lässt sich meistens problemlos an das vorhandene Abwassersystem anschließen. Quellen: VdZ / co2online / pgl

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