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Vermieter müssen bei Nebenkosten Wirtschaftlichkeit beachten

Mieter können jährlich 160 Euro Heizkosten sparen

31.08.2010, 14:35

Heizungswartung
Bei Wartung und Brennstoffen könnten Mieter Geld sparen. Bild: VDZ

Mieter zahlen in Deutschland zu hohe Heizkosten. co2online hat ermittelt, dass bei durchschnittlichen Heizkosten von 760 Euro Einsparungen von 160 Euro drin sind. Weitere 40 Euro zu viel fließen in Messdienstleistungen, Wartungen und Betriebsstrom.

Vermieter seien aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots verpflichtet, die Nebenkosten gering zu halten, mahnt co2online. co2online ist eine gemeinnützige GmbH, die vom Umweltministerium gefördert wird und Kampagnen zur Reduzierung des CO2-Verbrauchs initiiert. "Die Vermieter sind häufig wenig informiert und kaum motiviert, die Kosten günstig zu halten, weil sie die Ausgaben direkt an die Mieter weitergeben", so die Erfahrung von co2online-Geschäftsführer Johannes D. Hengstenberg.

Eine Sanierung der Gebäudehülle und ein bewussteres Heizverhalten halten die meisten Mieter für das wichtigste Mittel, die Heizkosten zu sparen. Eine Untersuchung von rund 12.500 deutschen Gebäudedaten hat ergeben, dass es aber auch beim Brennstoffkauf enorme Sparpotenziale gibt: Die Vermieter kümmerten sich aber häufig zu wenig um einen Preisvergleich, da sie die Kosten weitergeben können, so die Erhebung. Uninformiert seien aber auch die Mieter, die meist nicht wüssten, dass sie Opfer von Überzahlungen sind.

Wie hoch die eigenen Überzahlungen in Euro und Cent sind, können Mieter mit Hilfe eines Heizgutachtens feststellen. Mit den Ergebnissen können sie sich an die Vermieter wenden und diese auffordern, aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots die Kosten zu reduzieren. "Das Gebot untersagt Vermietern, unverhältnismäßig hohe Kosten an ihre Mieter weiterzugeben", sagt Dietmar Wall, Rechtsexperte beim Deutschen Mieterbund.

Einfordern sollten Mieter auch eine ordnungsgemäße Wartung der Heizung. Bis zu 15 Prozent der Heizkosten lassen sich durch eine optimale Einstellung sparen, betont etwa Claudia Rist von Zukunft Altbau.

Mieter und Vermieter können auch selbst rechtliche Schritte gegen überhöhte Preise unternehmen. So mussten nach Kartellverfahren die Gasanbieter teilweise kräftige Rückzahlungen leisten. Derzeit nimmt das Kartellamt nun die Anbieter von Fernwärme unter die Lupe. Beschwert hatte sich zunächst die Stadt Schwalbach, weitere auch private Kläger hatten sich angeschlossen. "Fernwärmekunden haben aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen ganz überwiegend keine Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln oder auf ein anderes Heizsystem umzustellen", argumentiert das Bundeskartellamt in seiner Stellungnahme. Zirka 11 Millionen Menschen beziehen in Deutschland Fernwärme, davon zirka 10 Prozent mit Anschlusszwang.

Eine Debatte um die Heizkosten führe in der Regel nicht nur zu mehr Preisbewusstsein, sondern auch zu Verhaltensänderungen, beobachtet Hengstenberg: "Wenn Verbraucher und Vermieter sich genauer mit der Heizkostenabrechnung beschäftigen, ändert sich meist auch ihr Heizverhalten. Das zeigt unsere langjährige Erfahrung im direkten Dialog mit den Verbrauchern." So könne der Ausstoß des klimafeindlichen Kohlenstoffdioxids schrittweise reduziert werden. Pia Grund-Ludwig

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