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IEU für kontinuierliche Programme

Landeszuschüsse für Kesseltausch sind ausgelaufen

27.04.2010, 05:39

1.250 Euro Zuschuss aus EU-Mitteln gab es in Sachsen beim Tausch einer alten Heizung, ein ähnliches Programm hatte auch das Saarland initiiert. Dort gab es 1.000 Euro beim Tausch von über 15 Jahre alten Kesseln. Beide Programme sind nach Laufzeiten von deutlich unter einem Jahr beendet worden. Die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) kritisiert das. Bernhard Funk, Sprecher IEU: "Die Förderung des Heizungstauschs muss langfristig angelegt sein. Mit Ad-hoc-Maßnahmen erreicht man nur diejenigen, die bereits unmittelbaren Handlungsbedarf sehen."

In Sachsen wurde das Programm mit 27 Millionen Euro aus EU-Mitteln finanziert, 22.000 Heizungsanlagen wurden saniert. Sachsens Umweltminister Frank Kupfer freut sich zwar, dass die Förderung "wegging wie warme Semmeln", verwies aber darauf, dass aus der Richtlinie "Energie und Klimaschutz" über die Umstellung von Heizungsanlagen hinaus viele andere Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz gefördert werden. "Darunter sind der Neubau und die Sanierung von Passivhäusern und Baudenkmalen, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente Systeme und Investitionen in Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung. Auch diese Maßnahmen werden helfen, das Ziel der Staatsregierung zu erfüllen, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß um 23 Prozent zu senken". Damit auch solche Investitionen, für die zum Teil schon Förderanträge vorliegen, unterstützt werden können, hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) den Stopp der Förderung verhängen müssen.

Die Nutzung von Erneuerbaren Energien im Wärmebereich wird noch durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA gefördert. Der Kesseltauschbonus wurde bis Ende 2010 in reduzierter Form verlängert. „Den Kesseltauschbonus in Höhe von 400 Euro erhalten Hausbesitzer, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen einen Brennwertkessel und eine thermische Solaranlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung tauschen“, sagt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg.

Insgesamt sind die Programme zum Kesseltausch nicht unumstritten. Gegner warnen vor Mitnahmeeffekten. Auch gebe es beim reinen Tausch teilweise keine Strategien, um mit optimalem Mitteleinsatz die Gesamtenergiebilanz eines Hauses zu verbessern. pgl

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