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Der Heizungsmarkt ist 2014 insgesamt zurückgegangen

Höhere Förderung im Marktanreizprogramm

12.03.2015, 11:20

Thorsten Herdan
Herdan (Mitte): Label für Altheizungen kommt. © P. Grund-Ludwig

Nun sind die Änderungen des Marktanreizprogramms offiziell. Das Programm hat ein Fördervolumen von 300 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren wurden die Mittel nicht abgerufen, das soll sich mit den Impulsen aus dem MAP ändern.

Insgesamt herrscht große Zurückhaltung bei der Sanierung von Heizungen. Die installierten Stückzahlen gingen nach aktuellen Zahlen des Bundesverbands der Heizungsindustrie (BDH) insgesamt um 4 Prozent zurück. Betroffen waren fast alle Segmente. Bei Gasbrennwerttechnik, die nach wie vor mit großem Abstand am häufigsten eingesetzt wird, gab es einen Rückgang um zwei Prozent, Ölbrennwert konnte leicht zulegen mit einem Plus von einem Prozent. Das war möglicherweise auch auf den niedrigen Ölpreis zurückzuführen.

Dramatische Einbrüche gab es bei den Biomassekesseln mit einem Minus von 25 Prozent, insbesondere bei Pellet-Heizungen. Auch bei Wärmepumpen gab es ein Minus, es fiel allerdings mit drei Prozent moderater aus. Thermische Solaranlagen mussten wie in den Vorjahren einen Einbruch hinnehmen mit einem Minus von 13 Prozent. Positiv sah es für Lüftung aus mit zwei Prozent Plus und Flächenheizung- und Kühlung mit sogar neun Prozent mehr.

Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil Erneuerbarer im Wärmemarkt und die Effizienz der Heizungen zu erhöhen, ist so nicht zu erreichen. Vor allem für Solarthermie und Pellet-Heizungen gibt es deshalb ab April 2015 deutlich mehr Geld. Mehr Anlagen erhalten Innovationsförderung, das bedeutet, dass auch im Neubau Förderung möglich ist.

Solarthermie erhält auch bei Warmwasser Förderung

Bei der Solarthermie ist die Warmwasserbereitung wieder neu in die Förderung aufgenommen. 500 Euro gibt es mindestens und pro Quadratmeter 50 Euro. Davon könnten auch Brennwertheizungen profitieren, die werden häufig mit Solarthermie gekoppelt. Geld gibt es auch für die Erweiterung bestehender Anlagen mit 50 Euro pro Quadratmeter. Neu in der Innovationsförderung sind so genannte Sonnenhäuser. Das sind Häuser, die mindestens die Hälfte von Heizung und Warmwasser solar erzeugen. Das sei besonders wichtig, denn es biete "eine große Chance für die systemische Betrachtung", so Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium auf der ISH bei der Vorstellung der Neuerungen des Marktanreizprogramms.

Aufgenommen wurde bei großen Solarthermieanlagen auch die Option der Förderung nach Effizienz. "Wir schauen uns das zwei Jahre an und werden dann gegebenfalls nachsteuern", erklärte Herdan. Insgesamt gehe es darum, die Förderung degressiv zu gestalten und die Lernkurve zu berücksichtigen.

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