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IWO fördert Technologieprojekt für Öl-Wärmepumpe

Hersteller weiten Portfolio modulierender Ölbrenner aus

04.09.2009, 06:00

Ölbrenner von Rotex
Modulierende Ölkessel gewinnen Relevanz. © Rotex

Der Heizenergiebedarf von Gebäuden wird in Zukunft deutlich niedriger sein als derzeit. Das fordert die Hersteller von Heizsystemen heraus, die sich auf die minimierten Anforderungen der neuen Verbraucher einstellen müssen.

Das gilt vor allem für die Verbrennung von Öl, die mittlerweile noch dazu häufig nur zur Ergänzung eingesetzt wird, etwa in Koppelung mit Solaranlagen. Einige Produkte, die kleine Mengen an Heizkraft bereitstellen gibt es bereits. Andere Hersteller haben potentielle Kunden in den vergangenen Monaten mit Ankündigungen neugierig gemacht. 

Moduliernde Ölbrennwertanlagen im unteren Leistungsbereich können ihre Leistung dem jeweiligen Bedarf anpassen, ohne an- und auszuschalten. "Modulierende Ölbrenner kleiner Leistung werden bereits von Windhager mit dem Mira-Gerät (4,7-14 Kilowatt) oder von Weishaupt im Thermo Condens Öl-Brennwertgerät für einen Leistungsbereich von 5-15 Kilowatt angeboten", sagt Lambert Lucks, Leiter Technik beim Institut für wirtschaftliche Ölheizung.

Rotex hatte auf der ISH 2009 einen Prototypen fertig. Nach Ankündigung von Geschäftsführer Franz Grammling sollte das Produkt noch im Sommer in Feldtests gehen und im Leistungsbereich zwischen 3 und 15 Kilowatt Heizleistung angesiedelt sein. Näheres war vom Hersteller bislang nicht zu erfahren.

Auf einer Tagung des Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser kündigte Ernst Keim, Geschäftsführer der Erlanger Promeos, ebenfalls entsprechende Geräte an für einen Leistungsbereich zwischen 4 und 20 Kilowatt. Durch die Modulation lasse sich die Schalthäufigkeit des Brenners und deshalb auch die Emissionen reduzieren, argumentierte Keim.

Aus Sicht des IWO-Technikexperten Lucks sind modulierende Geräte bei Systemen mit einem Pufferspeicher technisch oder energetisch eigentlich nicht erforderlich. In Kombination mit einem Pufferspeicher werden sie gemeinsam mit thermischen Solaranlagen verwendet. Wenn deren Leistung nicht ausreicht, schaltet sich der Ölbrenner dazu. Dazu brauche man keine Modulation, meint Lucks.

Lucks Institut unterstützt aber die Entwicklung modulierender Öl-Brenner für die Kraft-Wärme-Kopplung und thermische Wärmepumpen. Konkret hat das IWO dazu mit Partnern aus der Industrie zwei Technologieprojekte angeschoben: die Entwicklung einer ölbasierten Wärmepumpe und eines ölbetriebenen Mini-Blockheizkraftwerks.

Diese Mini-Blockheizkraftwerke erzeugen Wärme und Strom. Bei einem Mini-Blockheizkraftwerk würde die Modulation Sinn machen, um eine kontinuierliche Erzeugung von Strom zu gewährleisten, sagt Lucks. Bei einer Wärmepumpe kann die Modulation des Ölbrenners unterschiedliche Temperaturniveaus ausgleichen. Näheres dazu will der Verband auf dem Öl-Kolloquium in Hamburg am 16. und 17. September 2009 verraten.

Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe begrüßt die Entwicklung der neuen Wärmepumpentechnologien prinzipiell. "Andererseits stehen bereits verschiedene Elektrowärmepumpen-Typen zur Verfügung. Darunter findet sich heute nahezu für jeden Anwendungsfall eine technisch ausgereifte Lösung," gibt er zu bedenken. pgl

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