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Handwerker brauchen Produktdaten für die Labelerstellung

Heizungslabel: ZVSHK appelliert an Heizungshersteller

23.09.2015, 11:00

Heizungslabel
Ab dem 26. September müssen SHK-Handwerker ihren Angeboten das jeweilige Energielabel beilegen. © Europäische Kommission

Wenige Tage vor dem offiziellen Start des Heizungslabels am 26. September appelliert der Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) Manfred Stather an die Hersteller von Heizungen und Warmwasserbereitern, die für die Ausstellung der Label nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Der SHK-Handwerker vor Ort müsse bei Bedarf exakte Angebote erstellen können. Ab dem 26. September müssen die Angaben zum Heizungslabel in diesen Angeboten enthalten sein. Dafür brauchen die Handwerker die Daten zur Labelberechnung.

Das SHK-Fachhandwerk begrüße die Initiative der Europäischen Union und hoffe, dass von ihr die nötigen Impulse für den Wärmemarkt ausgehen. "Klare Impulse, die helfen, den langersehnten Modernisierungsstau in deutschen Kellern aufzulösen", so Stather in seinem Statement. Doch bis dahin müssten alle ihre Hausaufgaben machen, fährt der ZVSHK-Präsident fort. Für das SHK-Handwerk bedeute das, die Rolle als Dialogpartner an der Schnittstelle von Hersteller und Endverbraucher anzunehmen. Der SHK-Handwerker müsse künftig mit dem Angebot exakt bestimmte Effizienzinformationen liefern, die Eingang in die Kaufentscheidung finden sollen. 

Damit die EU Richtlinie zur Effizienzkennzeichnung in der Praxis nicht scheitert, sollte der zusätzliche Aufwand, den der Handwerker vor Ort hat, möglichst gering gehalten werden. Dazu trägt aus Sicht des ZVSHL die vom VdZ aufgebaute neutrale Datenbank bei. Nur diese Datenbank könne eine branchenweit akzeptierte Lösung sein, in der übersichtlich die relevanten Produkte eingestellt werden. Eine Datenbank, die mehr sei, als nur eine Art elektronische Bibliothek. Sie diene in erster Linie als ein Berechnungstool für die Verbundanlage und sei an eine Reihe von Shopsystemen des Großhandels angebunden. Ein Großteil der kaufmännischen Software des SHK-Handwerks werde über eine Schnittstelle angebunden. Stather: "Ich kann an dieser Stelle nur an die Hersteller appellieren: Tragen Sie dafür Sorge, dass die aktuellen Daten Ihrer Produkte in der Datenplattform hinterlegt sind, damit unsere Mitgliedsbetriebe ihre Angebote entsprechend einfach erstellen können. Nur so werden wir gemeinsam das Heizungs-Label erfolgreich umsetzen, nur so wird das SHK-Handwerk das Label als verkaufsunterstützendes Beratungstool am Point of Sale nützen können."

Nach Auskunft des VdZ, der die Datenbank federführend zusammen mit anderen Branchenorganisationen entwickelt hat, sind inzwischen mit Ausnahme von Viessmann alle großen Anbieter mit ihren Produktdaten vertreten. Welche Unternehmen sich an der Lösung beteiligen, können Interessierte unter http://www.heizungslabel.de/LieferantenRecherche einsehen. Quelle: ZVSHK / sth

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