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Effizienzlabel für alte Heizungen stößt auf Ablehnung

Heizungslabel ist Topthema auf der ISH

10.03.2015, 07:42

Paul Hodson beim VdZ-Vorabend der ISH
Paul Hodson, EU-Kommission: Heizungslabel sind ein wichtiger Schritt vorwärts. © P. Grund-Ludwig

Eines der zentralen Themen der Fachmesse ISH ist in diesem Jahr die Kennzeichnungspflicht für Heizgeräte und Warmwasserbereiter nach der EU-Verbrauchskennzeichnungsrichtlinie. Ab dem 15. September müssen neue Einzelgeräte und Verbundanlagen mit einem Energieeffizienzlabel versehen werden. Für Altgeräte gibt es bislang keine Kennzeichnungspflicht. Das jedoch möchte die Bundesregierung ändern. Im Nationalen Aktionsplan für Energieeffizienz, den die Bundesregierung am 3. Dezember 2014 beschlossen hat, ist als Sofortmaßnahme die Einführung eines nationalen Effizienzlabels für alte Heizungen vorgesehen. Das Vorhaben ist umstritten.

In der Praxis werden wohl die allermeisten Heizungsanlagen ein Verbundanlagenlabel brauchen. "Schon das Hinzufügen von Regelungstechnik macht aus einer Wärmepumpe oder einem Heizkessel eine Verbundanlage", erklärt Alexander Sperr, Referent Normen und Technik beim Bundesverband Wärmepumpe (BWP). Im Prinzip ist das Erstellen eines solchen Verbundlabels nicht weiter schwer. Aber es ist mit enormem zusätzlichen Aufwand verbunden.

Der Heizungsinstallateur als Schnittstelle zum Verbraucher muss aus den Daten der einzelnen Komponenten den Effizienzwert der Gesamtanlage errechnen und das ebenfalls vorgeschriebene Zusätzliche Datenblatt für Verbundanlagen ausfüllen. Je mehr Aufwand damit verbunden ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Installateure auf die fertig zusammengestellten Verbundanlagen der großen Systemanbieter zurückgreifen, bei denen das entsprechende Label gleich mitgeliefert wird.

Dem will der Gebäudetechnik-Branchenverband VdZ mit der Plattform "Heizungslabel" entgegenwirken, die am Vorabend des ersten Messetages vorgestellt worden ist. Sie besteht aus einer Produktdatenbank und einem Berechnungsprogramm für das Verbundlabel. Ziel ist es, das Erstellen des Verbundlabels für den Installateur so einfach wie möglich zu machen. An der Entwicklung beteiligt waren neben den Mitgliedern der VdZ der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband Wärmepumpe, die ARGE Neue Medien und der Bundesverband Bausoftware.

Der Clou an der VdZ-Lösung: Sie lässt sich an die kaufmännische Software des Installateurs anbinden und ermöglicht somit rund 90 Prozent der Handwerker, die regelmäßig mit einer kaufmännischen Software arbeiten, unkompliziert auf die entsprechenden Herstellerdaten zuzugreifen. Neben dem Zugang über die Handwerkersoftware kann der Installateur auch direkt über die Portal-Webseite auf die Daten und das Berechnungswerkzeug zugreifen.

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