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Deutlicher Vorsprung vor Lichtblick und VW - Anderes Vertriebsmodell

Gasag liefert Mini-KWK-Anlagen ab Januar 2010

15.09.2009, 14:38

Gerät zur Kraft-Wärme-Kopplung
Nicht größer als eine Waschmaschine ist das von der Gasag vertriebene Minikraftwerk. © Whispergen

Knapp eine Woche nach der Ankündigung von VW und Lichtblick, gemeinsam in die Vermarktung von Kraft-Wärme-Kopplung einzusteigen, wartet das Berliner Gasversorgungsunternehmen Gasag mit einem einsatzbereiten Produkt auf.

Vertreter der Gasag und der spanischen EHE (Efficient Home Energy) haben einen konkreten Lieferplan für die in Spanien produzierten Geräte des neuseeländischen Unternehmens Whispergen unterzeichnet.Whispergen hat die Produktion für Europa im August aufgenommen. Die Gasag testet die Geräte bereits seit einem Jahr. Nun soll das erste serienmäßig produzierte Mikro-Blockheizkraftwerk Whispergen bundesweit in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz kommen. Der Berliner Versorger bietet sie über seine Vertriebstochter DSE (Direkt-Service Energie GmbH) an. Ab Januar 2010 können Endkunden nach Vertragsabschluss mit der DSE Whispergen-Anlagen als Komplettpaket aus KWK-Anlage, Speicher, hydraulischer Einbindung und Regelungstechnik sowie Installation beziehen. 

Die Kosten für das Komplettpaket liegen zunächst bei etwa 17.000 Euro inklusive Umsatzsteuer. Laut Gasag lohnt sich diese Investition, da sich die Mehrkosten für die Stromerzeugung im Vergleich zur herkömmlichen Brennwerttechnik bereits nach weniger als 10 Jahren amortisieren. Für das nächste Jahr sind weitere Angebote, zum Beispiel eine Contracting-Lösung, geplant. Auch das zertifizierte Handwerk, Stadtwerke und weitere gewerbliche Marktpartner können diese stromerzeugende Heizung von der GASAG beziehen.

Die Geräte von der Größe einer Waschmaschine produzieren auf Erdgasbasis nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip gleichzeitig Wärme und Strom unmittelbar beim Verbraucher. Unnötige Leitungsverluste können durch den dezentralen Einsatz weitgehend vermieden werden. Der nicht verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist und ebenso vergütet wie der selbstverbrauchte Strom. Damit arbeiten die Anlagen kostensparend und umweltschonend mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent.

Die Gasag rechnet mit einem Absatz von 500 Stück im Jahr 2010 und sieht ein Wachstum innerhalb der nächsten fünf Jahre auf bis zu 8.000 Geräte pro Jahr. Damit sind die Berliner mit ihren Absatzplänen deutlich bescheidener als die Hamburger, die schnell auf 10.000 Geräte kommen wollen. Sie adressieren zudem eine andere Kundengruppe. Im Gegensatz zu den Anlagen, die VW ind Lichtblick angekündigt haben, wird die Leistung geringer sein. Damit sind die Geräte auch für  Einfamilienhäuser mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch tauglich.

Es sind zudem bislang die einzigen Geräte, die mit Stirling-Motoren arbeiten. Diese haben gegenüber anderen Anbtreiben den Vorteil, dass der Brenner ausgelagert ist. Sie können also leicht auf andere Energiearten, beispielsweise erneuerbare Brennstoffe, umgerüstet werden. Anders ist auch das Vermarktungsmodell. VW und Lichtblick wollen die Geräte nicht verkaufen, sondern vermieten und alle zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenschalten. Gasag verkauft die Geräte. KWK-Pionier Senertec hatte ebenso wie Baxi auf der Branchenmesse ISH kleine KWK-Anlagen angekündigt, die den Bedarf einzelner Haushalte decken sollen. Seit Mitte 2008 gibt es Zuschüsse der BAFA für KWK-Anlagen. Das hat den Markt deutlich nach vorne gebracht. sth/pgl

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