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Alle Erneuerbaren erleiden Absatzeinbußen

Gas- und Öl-Heizungen haben 2015 zugelegt

24.02.2016, 12:00

Fassade mit Röhrenkollektoren
Solarthermie verliert weiter an Boden. © P. Grund-Ludwig

Mit insgesamt 710.000 abgesetzten Wärmeerzeugern und einem Absatzplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum blickt die Heizungsindustrie auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Den größten Absatz verzeichneten gasbasierte Systeme. Die Gas-Brennwerttechnik erreichte mit 439.500 abgesetzten Geräten ein Plus von sieben Prozent. Die Anzahl der abgesetzten Gas-Niedertemperaturgeräte betrug 103.500 Stück. Immer noch sind also knapp 20 Prozent der verkauften Gasheizungen Niedertemperaturgeräte.

Einen bemerkenswerten Marktverlauf nahm die Öl-Brennwerttechnik. Sie kam auf ein Plus von 30 Prozent, mit 60.000 abgesetzten Geräten allerdings ausgehend von einer niedrigen Basis. Als ursächlich für diese Entwicklung sieht der BDH neben dem niedrigen Ölpreis den hohen Modernisierungsstau in diesem Segment, ausgelöst durch eine Verunsicherung der Verbraucher. Längst fällige Modernisierungen wurden aufgrund unklarer politischer Rahmenbedingungen aufgeschoben.

Der BDH sieht den Marktverlauf der Öl-Brennwerttechnik auch im Sinne des Ressourcenschutzes positiv: "In vielen Fällen bestehen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wenig Alternativen zu einer Ölheizung. Zudem wird diese Technologie überproportional oft mit erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Solarthermie kombiniert", sagt BDH-Präsident Manfred Greis.

Nicht zufriedenstellend verlief hingegen die Marktentwicklung der Heizungstechnologien auf Basis erneuerbarer Energien. Biomassekessel mussten Markteinbußen von 18 Prozent hinnehmen. Ursächlich hierfür waren der konkurrierende, niedrige Ölpreis und die vergleichsweise hohen Investitionskosten.

Unter den hohen Strompreisen hatte die Wärmepumpe zu leiden. Mit 57.000 abgesetzten Geräten und einem Minus von 2 Prozent hielt die Technologie in etwa das Niveau des Vorjahres. Als Folge der verbesserten Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms konnte die Solarthermie im letzten Quartal 2015 aufholen, schloss allerdings aufs Jahr gesehen mit einem Minus von 10 Prozent ab. Dies entspricht 100.500 verkauften Anlagen. "Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Politik die Förderung für Heizungstechnologien auf Basis erneuerbarer Energien unlängst deutlich aufgestockt hat. Wir gehen von weiteren positiven Effekten in 2016 auf den Markt für erneuerbare Energien aus", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. Quelle: BDH / pgl

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