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SHK-Branche ist für 2010 eher pessimistisch

Fachmesse SHK in Essen soll erste Impulse bringen

09.03.2010, 06:30

Ölbrennwertgerät MHG
Einen guten Jahresauftakt erhoffen sich Installateure von der Essener SHK. Bild: MHG

Die Fachmesse SHK in Essen ist im ISH-freien Jahr 2010 für die Unternehmen der Heizungs- und Sanitärbranche die zentrale Plattform, um Innovationen vorzustellen und für bewährte Konzepte zu werben. Die Messe läuft vom 10. bis 13. März. Im Mittelpunkt der Präsentationen stehen verbesserte solarthermische Produkte, innovative Heizsysteme und Wärmepumpen.

Verbesserte Flachkollektoren zur Nutzung von Sonnenwärme für Heizung und Warmwasser zeigt Altmayer BTD mit der Primasol-Plus-Produktreihe. Das Unternehmen hat Absorber, Beschichtung und Isolierung optimiert. Den technischen Wirkungsgrad gibt der Hersteller mit 80,6 Prozent an. Neu im Angebot hat das Unternehmen, das auch Komplettsysteme zur Erzeugung von Prozesswärme anbietet, auch Lösungen für große Wohnanlagen.

Ein modulierender Ölbrenner ist bei Max Weishaupt mit dem Thermo Condens Ölbrennwertsystem zu sehen. Die Modulation soll die Abgastemperatur und den Energieverbrauch senken, das Produkt ist allerdings nicht neu. Windhager hat ein ähnliches Produkt im Programm, Rotex 2009 eine Lösung angekündigt.

Hybrid-Lösungen für Ölheizungen stellt MHG Heiztechnik in Essen aus. Der Ecostar kombiniert Ölbrennwert-Geräte mit Luft/Wasser-Wärmepumpe. Hausbesitzer können dabei auf die jeweiligen Preisentwicklungen bei Wärmepumpenstrom und Öl reagieren und flexibel entscheiden, welcher Systemanteil welche Heizlast erbringen soll. Auch die Einbindung von Solarthermie ist möglich. Mit Thermselect stellt das Unternehmen zudem eine Kombination aus Luft-Wasser und Sole-Wasser-Wärmepumpe in einem Gerät vor. Die Kombination soll die Systemleistung erhöhen.

Wärmepumpe und Speicher hat Rotex in einem Gerät zusammengeführt. Das soll den Aufwand bei der Installation reduzieren. Wolf Heiztechnik steigt zur SHK mit einer eigenen Wärmepumpenreihe ein. Die Integration in die eigene Produktreihe ermögliche einen hohen COP, verspricht das Unternehmen. Der COP beschreibt das Verhältnis zwischen aufgenommener elektrischer Leistung und abgegebener Wärmeleistung. Je höher der COP desto besser. Die Sole-Wasserwärmepumpen erreichen nach Angaben von Wolf bei einer Boden- beziehungsweise Soletemperatur von 0 und einer Wassertemperatur von 35 Grad einen COP von bis zu 4,7, die Luft-/Wasserwärmepumpen bei einer Lufttemperatur von zwei und einer Wassertemperatur von 35 Grad einen COP von bis zu 3,8.

Schüco stellt die  Energiezentrale HTE 25 aus, die Solar- und Brennwerttechnik in einem Gehäuse mit Frischwasser-Zonenspeicher, Gas-Brennwertmodul, Hydraulik und Steuerung integriert. Seine Mini-KWK-Anlage, die bereits im vergangenen Jahr in Frankfurt auf der ISH gezeigt worden ist wird Senertec auf dem Messestand haben. Bis 2011 sollen die Geräte für Einfamilienhäuser in den Feldtest gehen. Die reduzierte Förderung für kleine KWK-Anlagen könnte die Markteinführung jedoch schwierig machen.

Auch das Thema Lüftung spielt eine Rolle. So zeigt Helios neue Kompaktgeräte mit Wärmetauscher für Passivhaus-Anwendungen. Die Steuerung erfolgt über CO2- oder Feuchtesensoren. Lösungen wie Ecovent können in der Sanierung zum Einsatz kommen. Zehnder zeigt mit dem Comfoair 200 ein Wärmerückgewinnungsgerät, das für den Platz sparenden Einbau im Wohnungsbau entwickelt wurde. Stiebel Eltron hat das Lüftungsintegralgerät LWZ 304/404 SOL, das auch kühlen kann, auf seinem Messestand.

Impulse durch die Frühjahrsmessen kann die SHk-Branche gut gebrauchen. Nach ersten Schätzungen sind die Umsätze in der Gebäudetechnik nach einer positiven Entwicklung im Jahr 2008 im letzten Jahr wieder gesunken. Die aktuellen Einschätzungen der Unternehmen zum Geschäftsklima im Umfeld Heizung, Sanitär und Klima haben sich Anfang 2010 verschlechtert, so Anne Burkard vom Branchenverband BHKS. Die Umsätze der Gebäudetechnikbranche sind nach ersten Schätzungen im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt gesunken, vor allem durch Einbrüche im Ausland. Einen deutlichen Umsatzrückgang von mehr als 14 Prozent mussten insbesondere die Hersteller im Bereich der Heizungs-, Klima- und Sanitärindustrie 2009 im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

Anfang 2010 beurteilten die installierenden Unternehmen sowohl ihre Geschäftslage als auch die wirtschaftlichen Aussichten pessimistisch. Nach Sparten differenziert schneidet der Bereich Heizungstechnik am besten ab, gefolgt vom Sanitärbereich. Die Stimmung im Lüftungs- und Klimabereich war im Februar 2010 mit Abstand am schlechtesten. Die Meldungen der Unternehmen zu Beginn des Jahres 2010 deuteten darauf hin, dass das Ende der Rezession noch nicht erreicht sei, so Burkard. Positive Impulse könnten im Jahr 2010 von den Auswirkungen der Konjunkturprogramme und der verstärkten Förderung von Maßnahmen im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren ausgehen, so die Expertin. Doch gerade in diesen Bereichen sind die weiteren Fördermaßnahmen für das laufende Jahr immer noch unklar. pgl

 

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