RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Heizung » Aktuelles » Artikel » Experten erforschen Trocknung von Hackschnitzeln

Feuchtigkeit beschränkt Lagerfähigkeit von Holzhackschnitzeln

Experten erforschen Trocknung von Hackschnitzeln

05.04.2011, 05:00

Versuchsanlage zur Hackschnitzel-Beobachtung und Menschen, die daran arbeiten
Mit der Versuchsanlage werden Trocknung und Lagerung des Hackguts automatisiert beobachtet. © FH Joanneum/Krug

Holzhackschnitzel lagerfähig zu machen ist das Ziel eines aktuellen Forschungsprojekts an der Fachhochschule Joanneum Kapfenberg in Österreich. Frische Holzhackschnitzel sind vergleichsweise feucht und lassen sich daher nicht so gut lagern, schnell bildet sich Schimmel. Daher sind Hackschnitzelheizungen in Haushalten und im Kleingewerbebereich kaum verbreitet. Dabei wären Hackschnitzel durchaus eine günstige Alternative beispielsweise zu Pellets, berichtet Projektleiter Alois Kraußler vom Studiengang Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement.

Um Hackgut möglichst ökologisch und wirtschaftlich lagerfähig zu machen, forschen Experten und Expertinnen des Studiengangs Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement zusammen mit dem Energieversorger Nahwärme Gleinstätten und dem Technischen Büro für Chemie und Biotechnologie Theissing-Brauhart an der optimierten Trocknung der Hackschnitzel. Dazu hat das Projektteam an der Fachhochschule eine Versuchsanlage installiert, in der Trocknung und Lagerung des Hackguts in verschiedenen Varianten getestet und gemessen werden. Kraußler: "Alle Daten über den Wassergehalt und den Energieeinsatz werden automatisiert aufgezeichnet und ausgewertet. Damit wollen wir anwendungsorientierte Ergebnisse für die technische Hackguttrocknung gewinnen."

Der nächste Schritt sei ein Feldversuch beim Partner Nahwärme Gleinstätten, so die FH. Dieses Biomasseheizwerk verfüge durch den Einsatz von Solarwärme und Biomasse über nachhaltig bereitgestellte Trocknungsenergie. "Durch eine Trocknung der Hackschnitzel können wir in Zukunft als regionaler Hackgutlieferant für Haushalte auftreten", so Geschäftsführer Wolfgang Waltl.

Kraußler sieht im Hackgut ein großes Marktpotenzial für Land- und Forstwirte, die Hackschnitzel als günstigen Brennstoff auch in Haushaltsmengen anbieten wollen. "Dies könnte zu einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung beitragen, da lokal verfügbare Biomasse verwertet werden könnte und kurze Transportwege die Kosten gering halten." Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms "Neue Energien 2020" unter der Abwicklung der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) durchgeführt. sth

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner

Anzeige