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Rücknahme der KWK-Förderung würde Markt kaputt machen

Erneuerbare verlieren Anteile bei neuen Heizungen

Teilnehmer der Wärmekonferenz

Wärmekonferenz konstatiert Bedeutungsverlust für Erneuerbare. Bild: pgl

Berlin. Auf der Wärmekonferenz 2010 hat der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) Bilanz gezogen über die Umsatzentwicklung 2009. Das Resümee war gemischt. Insgesamt ist der Heizungsmarkt zwar leicht gewachsen, aber die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien ist 2009 eingebrochen.

Nur noch bei jeder dritten Neuinstallation von Heizungen wurden Erneuerbare Energien mit verwendet. Im Vorjahr waren es noch 45 Prozent. Mit dem Einbruch 2009 ist der BDH weiter entfernt vom selbst gesteckten Ziel, bis 2015 einen Anteil von 80 Prozent neu installierter Systeme mit Erneuerbaren zu haben. Klaus Jesse, Präsident des Verbands, hat für den Rückgang vor allem eine Erklärung: "Die Hausbesitzer rechnen, und Umweltargumente sind nur ein Hilfsargument." Wer in  Erneuerbare Energien investiert, schaut sich also den Kostenvergleich mit konventionellen Wärmeträgern an. Die waren 2009 günstiger als im Vorjahr.

Vor allem die Solarthermie, die Erzeugung von Wärme für Heißwasser und Heizung mit Sonnenkollektoren, musste nach einem guten Jahr 2008 kräftig Federn lassen und Umsatzeinbrüche von 26 Prozent verkraften. Konkurrenz um Dachflächen und die Förderung der Fotovoltaik seien die Gründe, meinte Jesse und ist deshalb auch nicht unglücklich über die Debatte um eine Reduzierung der Einspeisevergütung. Einbrüche in ähnlicher Höhe gab es für die Hersteller von Festbrennstoffkesseln, also Holzheizungen.

Auch der Bundesverband Wärmepumpe konstatiert rückläufige Installationszahlen und konnte 12 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr verkaufen. Allerdings war 2008 ähnlich der Solarthermie auch für die Wärmepumpen enorm erfolgreich. Kurzfristige Trends bei den Energiepreisen hätten immer noch einen hohen Einfluss bei der Entscheidung für eine Heizung, meint Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Wärmepumpe. Um das zu ändern, müsse es stärkere Anreize von Seiten der Politik geben.

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