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Starke Schwankungen bei Wärmepumpen, Einbruch bei Solarthermie

Erneuerbare legen beim Endenergieverbrauch zu

14.01.2014, 09:15

Flachkollektor
Solarthermie verliert in Europa an Relevanz. © Dena

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch in der EU ist im Jahr 2012 von 13,1 Prozent auf 14,4 Prozent gestiegen. Das meldet Eurobserver, eine Plattform, die Fortschritte beim Erreichen der Klimaziele und dem Umstieg auf Erneuerbare Energien in der EU erhebt. Auch Zahlen zu einzelnen Marktsegmenten liegen für 2012 für die gesamte EU vor.

Innerhalb der EU 27 gibt es enorme Unterschiede bei der Verwendung Erneuerbarer Energien. In Schweden entfällt schon mehr als die Hälfte der benötigten Energie auf Erneuerbare, Deutschland liegt mit einem Anteil von 12,4 Prozent im hinteren Mittelfeld. Am unteren Ende der Skala rangieren Kleinstaaten wie Malta und Luxemburg, aber auch die Niederlande und Großbritannien.

Der 2012 erreichte EU-weite Anstieg der Erneuerbaren-Quote ist nach Angaben der Experten von Eurobserver nicht auf ein wirkliches Umdenken, sondern zum einen auf verstärkte Anmeldung von Bioöl im Vergleich zu 2011 und zum anderen auf den milderen Winter 2011 zurückzuführen, der vor allem den Holzverbrauch reduziert habe. Holz ist der am häufigsten eingesetzte erneuerbare Brennstoff.

So sei die Energieerzeugung mit fester Biomasse 2012 wieder auf Wachstumskurs gewesen mit einem Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zu 2011. Der Zuwachs ging zum größeren Teil auf Heizungen, aber auch auf Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung zurück, die mit Holz befeuert werden.

Die Nachfrage auf dem europäischen Wärmepumpenmarkt stelle sich seit 2008 als Serie von Höhen und Tiefen dar, so die Experten. Die Schwankungen der jährlichen Absatzzahlen betreffen Europa als Ganzes ebenso wie die einzelnen europäischen Märkte. 2012 sei es zu einem Rückgang gekommen. Die Verkaufszahlen der Luft- und Erdwärmepumpen zur Beheizung und Kühlung von Häusern seien von 1,79 Millionen Einheiten im Jahr 2011 auf 1,65 Millionen Einheiten im Jahr 2012 gesunken.

Die Rückgänge fielen in Spanien, Portugal, Italien und Bulgarien, aber auch in Schweden, Finnland, Frankreich und Ungarn besonders stark aus. Das Gegenteil gilt für Dänemark, Estland, Belgien, Deutschland und Österreich, dort gab es zweistelliges Wachstum.

Der europäische Markt für Solarthermie sei inzwischen kaum noch ermutigend, sagen die Forscher. Er ist im vierten aufeinanderfolgenden Jahr rückläufig mit einem Minus von 5,5 Prozent zwischen 2011 und 2012. Die neu installierte solarthermische Kollektorfläche in der EU liegt nun bei 3,4 Millionen m2. 2008 war das bisherige Rekordjahr mit 4,6 Millionen m2. von Pia Grund-Ludwig

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