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Anteil am Endenergieverbrauch um 8,3 Prozent höher als 2011

Erneuerbare legen bei Wärmeproduktion zu

09.11.2012, 09:03

Pellet-Ofen
Erneuerbare produzieren mehr Wärme als im Vorjahr. © DEPI

Erneuerbare Energien werden 2012 insgesamt 155 Terawattstunden Wärme erzeugen. Diese Zahlen hat die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien - Statistik vorgelegt. Beim Endenergieverbrauch ist das ein Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zu Erneuerbaren zählen in dieser Statistik biogene Festbrennstofffe, biogene Flüssigbrennstoffe, Biogas, biogene Anteile des Abfalls, Solarthermie und Geothermie. Luft- und Wasserwärmepumpen werden nicht berücksichtigt.

Zu den biogenen Festbrennstoffen zählen für den Bereich Haushaltswärme insbesondere Festholz und Holzpellets. Insgesamt rechnen die Experten mit einem Plus von 10 Prozent beim Einsatz biogener Festbrennstoffe in Haushalten. Bei biogenen Flüssigbrennstoffen, dazu zählt Heizöl aus Erneuerbaren, gab es ein Minus von 5 Prozent. Biogas legte um 17 Prozent zu. Ein deutliches Plus gab es auch bei Solarthermie mit 8 Prozent mehr verbrauchter Endenergie und bei oberflächennaher Geothermie mit einem Zuwachs von 12 Prozent.

Die Entwicklung bei Erneuerbaren ist jedoch nach wie vor schwankend und stark von den jeweiligen Preisen für fossile Energieträger abhängig. So startete Solarthermie gut ins Jahr 2012. In den ersten neun Monaten lag die Zahl der neu installierten Systeme aber dennoch 5,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Von Januar bis September 2012 haben nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) und des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) mehr als 70.000 Haushalte ein solares Heizsystem installiert. Beide Verbände gehen zum Jahresende von einem Anziehen der Nachfrage aus.

Eine aktuelle Befragung des Bundesverbandes Solarwirtschaft bei Solarwärme-Unternehmen zu den Aussichten in den kommenden sechs Monaten zeigt bereits, dass die Geschäftserwartungen im dritten Quartal 2012 über den Vorjahreswerten liegen.

Dazu trägt sicher auch die im August 2012 verbesserte Förderung für Heizungen auf Basis Erneuerbarer bei. Sowohl die Basisförderung als auch die Förderung von Kombipaketen, etwa für Solarthermie plus Wärmepumpe oder eine Pellet-Heizung wurde kräftig aufgestockt.

Nach wie vor spielt beim Umstieg auf Erneuerbare der Wärmebereich eine untergeordnete Rolle. Jüngstes Beispiel: Das Gipfelgespräch zwischen Ministerpräsidenten und Kanzlerin zur Energiewende. Energieeffizienz im Gebäudebereich und der Umstieg auf Erneuerbare spielen dabei erneut keine Rolle. von Pia Grund-Ludwig

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Kommentare zur Meldung

Kommentare 1 - 2 von 2.

Silke Thole - 12.11.2012, 15:02

Vielen Dank, Herr Paur, für Ihren Hinweis. Wir haben den kleinen Verschreiber inzwischen korrigiert.

Hanns-R. Paur - 10.11.2012, 06:41

Es schmerzt mich, wenn Journalisten über Energiethemen schreiben und nicht mal die physikalischen Einheiten richtig schreiben! Vielleicht halten Sie es für unwichtig, aber die Einheit heißt nun mal
Terawattstunden und nicht Terrawattstunden!

 

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