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Energieeffizienz steigt und Verbrauch stagniert

Erneuerbare beim Energieverbrauch auf 12 Prozent

06.12.2012, 08:00

Deutschland ist 2012 dem Ziel, eine der energieeffizientesten Volkswirtschaften der Welt zu werden, einen Schritt nähergekommen. Um Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.000 Euro zu produzieren, wurden nur noch 5,5 Gigajoule (GJ) Primärenergie benötigt. Kurz nach der Wiedervereinigung lag der Wert noch bei über 8 GJ. Das berichtet die AG Energiebilanzen in ihren aktuellen Berechnungen zur Entwicklung der Energieeffizienz in Deutschland.

Seit 1990 hat sich damit die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz um fast ein Drittel verbessert. Im Jahresdurchschnitt der zurückliegenden 22 Jahre betrug der Effizienzzuwachs knapp 1,9 Prozent pro Jahr. Er liegt unter der Zielvorstellung der Bundesregierung von 2,5 Prozent.

Die privaten Haushalte steigerten ihre Energieeffizienz im vergangenen Jahr besonders stark um knapp 6 Prozent. Während der Einsatz von Brennstoffen um 7,4 Prozent effizienter wurde, gab es beim Stromeinsatz nur eine Steigerung um 0,8 Prozent.

Dass die privaten Haushalte eine Vorreiterrolle einnehmen war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Zwar hat sich die Energieeffizienz bei den privaten Haushalten seit 1990 um rund ein Viertel verbessert, der Jahresdurchschnittswert von 1,4 Prozent liegt jedoch unter den Zuwächsen der anderen Sektoren. Das weise auf ein noch vorhandenes Effizienzpotential in diesem Bereich hin.

Die Erhöhung der Energieeffizienz bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass sich der Energieverbrauch reduziert. 2012 wird der Energieverbrauch in Deutschland voraussichtlich stagnieren. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres lag der Verbrauch an Primärenergien mit insgesamt 9.905 Petajoule (PJ) oder 338,0 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) und damit gering über dem Wert des Vorjahreszeitraumes.

Der Mineralölverbrauch lag in den ersten neun Monaten knapp 1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres und setzte damit seine rückläufige Entwicklung fort. Während der Verbrauch an schwerem Heizöl um 11 Prozent anstieg, verharrte der Absatz von leichtem Heizöl auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Erdgasverbrauch verminderte sich um knapp 2 Prozent. Vorrangigen Einfluss auf diese Entwicklung hatte der rückläufige Erdgaseinsatz zur Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken.

Der Verbrauch von Steinkohle erhöhte sich um über 3 Prozent. Während der Einsatz in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung aufgrund der in den letzten Monaten erhöhten Auslastung um nahezu 6 Prozent anstieg, verminderten sich die Lieferungen an die Stahlindustrie um gut 3 Prozent. Die Kernenergie verringerte ihren Beitrag zur Energiebilanz im Zuge des Ausstiegsbeschlusses um knapp 13 Prozent.

Die Nutzung erneuerbarer Energien erhöhte sich insgesamt um über 9 Prozent. Die Windkraft konnte in den ersten neun Monaten um 7 Prozent zulegen. Bei der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) gab es einen Zuwachs um 16 Prozent.

Die Fotovoltaik setzte ihren Aufwärtstrend dynamisch fort und legte mit etwas mehr als 50 Prozent besonders stark zu. Insgesamt deckten die erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten mehr als 12 Prozent des gesamten inländischen Energieverbrauchs. AGEB / pgl

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