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Erneuerbare verlieren bei der Wärmeerzeugung Marktanteile

Energieverbrauch sinkt nur temperaturbereinigt

07.12.2011, 00:00

Moderne Holzheizung
Holzheizungen verlieren Marktanteile. © Wodtke

Der Energieverbrauch in Deutschland wird im Jahr 2011 voraussichtlich um rund 4 Prozent sinken. Nur ein starker und andauernder Kälteeinbruch könnte nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zu einer stark abweichenden Entwicklung führen. Die Schätzung der AG Energiebilanzen beruht auf den jetzt vorliegenden Zahlen für den Energieverbrauch in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres.
Bis Ende September lag der Energieverbrauch in Deutschland bei 9.808 Petajoule (PJ) oder 334,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten und damit um 4,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Die gegenüber dem Vorjahr deutlich mildere Witterung sorgte vor allem für Verbrauchsrückgänge bei den Heizenergien. Bereinigt um den Temperatureffekt würde der Energieverbrauch der ersten neun Monate dem des Vorjahreszeitraumes entsprechen.

Der Mineralölverbrauch sank in den ersten neun Monaten um 3,3 Prozent. Die milde Witterung sowie das hohe Preisniveau sorgten dafür, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher beim Aufbau ihrer Heizölbestände abwarten. Bis Ende September lag der Absatz an leichtem Heizöl um rund 18 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Dem leicht rückläufigen Absatz an Otto- und Flugkraftstoffen stand ein Zuwachs beim Diesel um fast 2 Prozent gegenüber.

Der Erdgasverbrauch sank um über 9 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung waren die im Vergleich zum kalten Vorjahr deutlich höheren Temperaturen sowie ein geringerer Einsatz von Erdgas in den Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung.

Die erneuerbaren Energien legten insgesamt um 3,3 Prozent zu. Während die Windkraft ihren Beitrag um 16,5 Prozent steigerte, sank der Beitrag der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) um knapp 9 Prozent. Die Fotovoltaik expandierte kräftig um 58 Prozent. Der Anteil aller erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch stieg leicht auf 10,5 Prozent.

Im Baubereich ist es nach den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft zu einer deutlichen Belebung gekommen. Die Zahl der Baugenehmigungen vor allem im Mehrfamilienbereich nimmt zu, insgesamt gab es ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber 2010.

Fernwärme und Holzheizungen konnten ihren Anteil an der Primärenergie ausweiten, alle anderen Energieerzeuger haben verloren. Das Volumen der Erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung war in den ersten neun Monaten rückläufig auf nun 98 Milliarden Kilowattstunden. Geothermie und Solarthermie haben zugelegt, aber auf niedrigem Niveau, Biomasse hat verloren.

Quelle: AGEB / pgl

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