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Belüfteter Deckel für Befüllstutzen lässt sich nachrüsten

Einfache Mittel sorgen für Sicherheit im Pelletlager

24.08.2014, 07:30

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) unterstützt die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erhobene Forderung nach einer kontinuierlichen Belüftung von Pelletlagern. Das BfR hatte im Juli darauf hingewiesen, dass von Pelletlagern Gefahren ausgehen. Die der Veröffentlichung zugrunde liegenden experimentellen Rahmenbedingungen von komplett unbelüfteten Lagern sind nach Einschätzung des DEPV in der Praxis jedoch so gut wie nicht anzutreffen. Kohlenmonoxid im Pelletlager könne mit einfachen Maßnahmen vermieden werden.

Bei der Herstellung der Pellets werden in bestimmten Bestandteilen des Holzes sogenannte Autooxidationsprozesse in Gang gesetzt, bei denen Gase wie das giftige Kohlenstoffmonoxid (CO) entstehen. Die Pellets können diese Gase noch Monate nach der Produktion abgeben. Auch wenn Pelletlager in der Praxis fast immer eine Luftzufuhr aufweisen, kann dadurch ein Risiko entstehen. Durch einfache Vorsichtsmaßnahmen, wie sie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) im Jahr 2011 zusammen mit dem TÜV Rheinland entwickelt hat, könne dieses jedoch ausgeräumt werden. Dabei handelt es sich vor allem um das Anbringen von belüftenden Deckeln für die Befüllstutzen, die eine konstante Luftzufuhr und damit den stetigen Abbau von CO bewirken. Diese Vorrichtung ist heute beim Bau eines Pelletlagers Stand der Technik. Pelletheizungsbetreiber, die einen solchen Deckel nachrüsten wollen, können ihn über das Deutsche Pelletinstitut (DEPI ) zum Preis von rund 14 Euro beziehen.

Außerdem sollte vor dem Betreten des Pelletlagers eine ausreichende, mindestens 15-minütige Belüftung durch das Öffnen der Türe erfolgen. Diese Sicherheitsregeln im Umgang mit Pelletlagern sind mittlerweile dem Großteil der Heizungsbetreiber bekannt. Auf fast zwei Drittel der Pelletlager in Deutschland sind von Heizungsbauern, Schornsteinfegern und Energiehändlern Aufkleber mit Sicherheitshinweisen angebracht worden, die zusammen mit erläuternden Empfehlungen in Flyerform ausgehändigt werden.

Ein erhöhtes Risiko wie auch die bislang bekannten Unfälle sind laut DEPV vor allem dort aufgetreten, wo große Mengen an Pellets gelagert werden oder wo eine Fehlfunktion der Heizung mit Rückströmung der Rauchgase erfolgt ist. "Auch wenn Holz ein natürlicher Brennstoff ist, sind Pelletlager keine Räume, in denen man sich regelmäßig aufhalten sollte", erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Wie andere Energielagerstätten sollten auch sie nur zweckgebunden, wie beispielsweise zu einer zweijährig durchzuführenden Reinigung – die allerdings im unbefüllten Zustand erfolgt – betreten werden. Quelle: DEPV / sth

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