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Erste Anlagen im europäischen Projekt ene.field laufen

Brennstoffzelle als Mini-Blockheizkraftwerk installiert

10.09.2013, 06:40

Seit Anfang September sind die ersten Brennstoffzellen-Miniblockheizkraftwerke im Rahmen des europäischen ene.field-Projekts in Betrieb. Insgesamt sollen über 1.000 Systeme von neun Herstellern installiert werden.

Eines der ersten beiden installierten Geräte ist eine Elcore 2400 in einem Reihenmittelhaus im Westen von München. Es entspricht mit 120 m² Wohnfläche dem typischen Einfamilienhaus der Zielgruppe des Projekts. Das System deckt den Grundbedarf an Energie im Haus und erzeugt 300 W elektrischen Strom und 600 W thermische Leistung für warmes Wasser und Heizung.

Das von der EU mitfinanzierte Projekt ermöglicht neun europäischen Brenn­stoffzellen-Heizgeräteherstellern, alle derzeit bestehenden Brennstoffzellen-Technolo­gien in einem Praxistest zu erproben. Dazu werden rund 1.000 Anlagen in Wohngebäu­den in zwölf EU-Mitgliedstaaten erprobt. Das Förderprojekt ene.field gilt als partnerschaftliches Vorzeigeprojekt zur Vermark­tung stationärer Brennstoffzellen-Heizgeräte im Mikro-KWK-Bereich: Mit der Unter­stützung von 24 Versorgungsunternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Gemein­den ermöglicht das EU-Projekt, Einblick in die Installation und Wartung einer Vielzahl von Brennstoffzellen-Heizgeräten beim Kunden zu gewinnen.

Zudem werden die markt­relevanten Rahmenbedingungen und CO2-Einsparungen auf den europäischen Märkten erfasst. Untersucht werden auch die sozioökonomischen Gründe, die möglicherweise einem flächendeckenden Einsatz von Brennstoffzellen-Mikro-KWKs entgegenstehen.

Um 20 Prozent Energie bis 2020 einzusparen, muss die EU ihre Anstrengungen im Wohnbe­reich verstärken – ein Bereich, der 27 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der EU um­fasst. Lassen sich bei Neubauten Technologien mit niedrigem Energieverbrauch inte­grieren, bleibt der Wärmebedarf bei Bestandsimmobilien weiterhin hoch. Die Möglichkeit mit erneuerbaren Technologien nachzurüsten, ist begrenzt. Mikro-KWKs der neuen Generation, wie die der Brennstoffzellen-Heizgeräte, sind hier eine mögliche Lösung. Quelle: Elcore / pgl

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