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Verband beklagt mangelnde Abschreibungsmöglichkeiten

BDH empfiehlt Sanierung von Großfeuerungsanlagen

25.06.2010, 06:00

80 Prozent der feuerungstechnischen Anlagen in der Industrie und im kommerziellen Gebäudesektor sind heute älter als zehn Jahre und entsprechen nicht dem Stand der Technik. Das sind 250.000 Anlagen. Hier liegen beträchtliche Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale brach, berichtet der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

Der Verband hat die rund 300.000 feuerungstechnischen Anlagen analysiert, die derzeit in diesem Segment im Einsatz sind. "Nach unseren Berechnungen ließen sich über eine energetische Modernisierung der veralteten Anlagen rund 24 Millionen Tonnen CO2 und damit beträchtliche Kosten einsparen", betont BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.

Zwar konnte der CO2-Ausstoß in Deutschland durch die Förderung von Investitionen in den energieeffizienten Neubau und die energetische Gebäudesanierung bereits um rund 3,2 Millionen Tonnen gesenkt werden. Mit entsprechenden Maßnahmen wären jedoch nach Angabe des BDH allein im industriellen Sektor und bei Großgebäuden mit 100 bis 36.000 kW Feuerungswärmeleistung fünfmal so hohe Reduktionen zu erzielen. So könne eine technologisch aufgerüstete, fünf Megawatt starke Industriefeuerungsanlage für Prozesswärme 112 Tonnen CO2 jährlich und damit Kosten in Höhe von fast 30.000 Euro einsparen. Die Amortisationszeit betrage in diesem Fall nur zwei Jahre.

Laut BDH zeigen sich die potenziellen Investoren in Sachen Modernisierung allerdings zurückhaltend. Häufig fehle das Wissen über die relativ kurzen Amortisationszeiten sowie über die verschiedenen technisch-ökonomischen Optionen. Kritisiert werden vom Verband außerdem mangelnde Abschreibungsmöglichkeiten, die eine Investition in energetische Anlagen für viele zusätzlich unattraktiv machten. sth

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