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Ab März 2011 kommen die Anlagen wieder in die Förderung

Angebot an Mikro-KWK-Anlagen wächst

03.02.2011, 15:49

Anlage zur Kraft-Wärme-Koppelung
Kleinere Anlagen zur Kraft-Wärme-Koppelung sind im Kommen. Bild: Vaillant

Bereits im Vorfeld der Branchenmesse ISH, die Anfang März 2011 in Frankfurt stattfindet, stellen die Hersteller von kleinen Blockheizkraftwerken Produkterweiterungen vor.

Auf der ISH 2009 hatte Vaillant eine Kooperation mit Honda bekanntgegeben, nun sind die ersten Produkte fertig. Es ist ein gasbetriebenes Miniblockheizkraft, das für kleine Wohnimmobilien entwickelt worden ist. Im Sommer sollen die Produkte in den Verkauf, der Preis soll nach Angaben von Vaillant bei zirka 16.000 Euro liegen. Vaillant und Honda versprechen einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent.

Er gehe davon aus, dass der Markt für Mikro-KWK-Anlagen bis 2020 bei zirka 180.000 Stück liege. Davon wolle man einen Anteil von 40.000 bis 50.000 Stück haben, sagte Firmensprecher Jens Wichtermann gegenüber EnBauSa.de. Deutschland sei für dieses Produkt der wichtigste Markt. Die thermische Leistung beträgt 2,5 Kilowatt, die elektrische 1 Kilowatt. Zum System gehören außerdem ein 300-Liter-Speicher und ein Gas-Brennwertgerät für Spitzenlasten.

Auch Senertec erweitert zur ISH seine Produktpalette nach unten und wird im Herbst 2011 eine Mikro-KWK-Anlage einführen. Der kleine Dachs soll eine thermische Leistung von 6 Kilowatt und eine elektrische Leistung von 1 Kilowatt haben und lässt sich sowohl mit Erd- und Flüssiggas als auch mit Bio-Erdgas betreiben. Durchschnittlich deckt das Stirling-Gerät den Strombedarf zu 40 bis 70 Prozent. Zum Ausgleich von Spitzenlasten schaltet sich ein integrierter 18-kW-Brenner hinzu.

Andere Akteure stehen ebenfalls in den Startlöchern oder sind bereits am Markt. So bietet die Gasag ihren Kunden kleine Whispergen-Geräte zum Preis von 17.000 Euro an. Viessmann testet seit einiger Zeit kleine KWK-Anlagen. Baxi hat ein entsprechendes Gerät auf Basis von Brennstoffzellen für 2012 angekündigt.

Auch ölbetriebene Kellerkraftwerke gibt es mittlerweile. Berliner Kunden, die ein ölbetriebenes Miniblockheizkraftwerk in ihrem Keller installieren wollen, erhalten bei ihren Händlern seit Mitte 2010 einen Zuschuss in Höhe von 750 Euro, vom Institut für wirtschaftliche Ölheizung 500 Euro und vom Gerätehersteller nochmals 200 Euro. Das Programm ist bis Ende 2011 befristet. Parallel dazu sind Mikro-KWK-Anlagen auf Heizölbasis für Kleinanwender mit Ein- und Dreifamilienhäusern in der Entwicklung. Erste Produkte sind im Laborversuch und sollen Ende 2011 in den Feldtest. Ein weiteres Projekt auf Basis von Stirling-Motoren soll auf der ISH 2011 vorgestellt werden. Vermutlich ist dabei Whispergen der Kooperationspartner.

Im Vergleich zur getrennten Erzeugung von Strom und Wärme sollen Mikro-KWK-Anlagen den Primärenergiebedarf um bis zu 15 Prozent senken und zirka 20 Prozent weniger CO2 erzeugen. Für eingespeisten KWK-Strom gibt es einen Grundpreis sowie einen KWK-Zuschlag. Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt es im Prinzip einen Zuschuss beim Kauf von Mini-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt. Im Moment stehen dafür aber keine Mittel zur Verfügung, wann sich das ändert ist offen.

Ab März 2011 sind aber wieder Investitionszuschüsse der KfW im Rahmen des Programms zur energetischen Gebäudesanierung möglich. Dann gibt es einen Zuschuss von fünf Prozent der Investitionskosten und maximal 2.500 Euro im Rahmen der Programmnummer 430. Eine Alternative sind zinsvergünstigte Kredite, die Konditionen hierfür werden Anfang März feststehen, die Programmnummer ist 151.

Für gut sanierte Einfamilienhäuser sind die Anlagen eher nicht geeignet, da der Wärmebedarf dort für einen wirtschaftlichen Betrieb der Kraft-Wärme-Koppelung zu gering ist. Sie lohnen sich nur, wenn ausreichend Strom als Abfallprodukt erzeugt werden kann.

von unserer Redakteurin Pia Grund-Ludwig

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