RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Heizung » Aktuelles » Artikel » Altholz gehört nicht in Kamine und Öfen

1. BImSchV regelt Einsatz von Holzbrennstoffen

Altholz gehört nicht in Kamine und Öfen

27.12.2014, 08:54

Brennstofflager mit lackiertem Altholz
Anstriche enthalten unter anderem Schwermetalle. © LLUR Schleswig-Holstein

Im Winter schätzen viele Hausbesitzer die wohlige Wärme eines Kaminfeuers. Bei steigenden Wärmekosten stellt das Heizen mit Holz eine günstige Alternative zu Erdgas und Heizöl dar. Außerdem gilt Holz beim Verbrennen als klimaneutral, setzt es doch nur die Menge an Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre frei, die es beim Wachstum gespeichert hat. Allerdings dürfen in privaten Öfen und Kaminen nur bestimmte Holzqualitäten verbrannt werden. Das schreibt die 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung vor.

Zunehmend stellen Schornsteinfeger und Ordnungsämter jedoch fest, dass in privaten Kaminen und Öfen auch Altholz verbrannt wird. In einer Studie der Universität Hamburg kommt Professor Udo Mantau zu dem Ergebnis, dass in privaten Haushalten über 3 Millionen Raummeter Altholz pro Jahr verfeuert werden. Das Risiko ist hoch, dass hierbei Schadstoffe entstehen, die die Nachbarschaft belästigen und die Umwelt belasten.

Daher weisen der Bundesverband der Altholzaufbereiter und –verwerter e.V. (BAV), der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) sowie der Bundesverband Brennholzhandel und -produktion e.V. (BuVBB) zu Beginn der Heizperiode darauf hin, dass der Einsatz von Abfallholz in privaten Öfen, Kaminen und Holzheizkesseln verboten ist.

Unter Altholz werden Gebrauchsgegenstände aus Holz verstanden, die ihren eigentlichen Zweck verloren haben. Dazu zählen insbesondere

  • Bau- und Abbruchholz
  • Möbel und Holz aus dem Sperrmüll
  • Gartenelemente und Gartenmöbel aus Holz
  • Holzwerkstoffe wie Span-, MDF-, OSB-Platten usw.

Altholz kann auf vielfache Weise mit Schadstoffen belastet sein. Anstriche enthalten unter anderem Schwermetalle. Darüber hinaus sind viele Sortimente mit Holzschutzmitteln wie Lindan, PCP oder Carbolineum verunreinigt. Für Privatleute sind Schadstoffe im Altholz jedoch in der Regel schwer oder nicht erkennbar, speziell bei Dachbalken und Sparren, wo meist geruchs- und farblose Mittel eingesetzt wurden.

Seite 1 von 2
Blättern  1 2 Weiter

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner

Anzeige