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Forscher arbeiten an Tests zu Gefahren von Feinstaub

Absatz von Pellet-Heizungen hat sich verdoppelt

04.07.2009, 08:52

Hand mit Pellets
Verbesserungen bei Feinstaubemissionen von Pellet-Öfen sind in Arbeit. Bild: Sturm/Pixelio

Holzheizungen werden immer beliebter. "Im vergangenen Jahr hat sich der Absatz von Holzheizungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt", nennt Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) konkrete Zahlen. 35.000 neue Holz-Zentralheizungen wurden installiert. Für das laufende Jahr erwartet Breidenbach eine ähnliche Entwicklung.

Gleichzeitig beginnen sich Forscher stärker mit der Frage zu beschäftigen, wie giftig die Feinstaubemissionen der privaten Biomasse-Heizungen für den Menschen sind. Klar ist, dass bessere Verbrennungstechnologien und Filter die Belastung durch Feinstaub vermindern. Noch weiß man aber zu wenig darüber, welche Bestandteile der Feinstäube, die bei der Verbrennung von Holz entstehen, wie gefährlich sind. Dazu gibt es auch noch keine Tests. Ein Forschungsprojekt, das von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert wird, soll mehr Klarheit bringen.

Erste Ergebnisse wurden auf einem Treffen in Reutlingen vorgestellt. Die wichtigste Aussage: Man müsse erst neue Tests entwickeln, um zuverlässige Aussagen treffen zu können. Erste Zwischenergebnisse zeigen aber, dass es einen Zusammenhang zwischen der Qualität der Verbrennung und der Reaktion von Lungenzellen auf den bei Holzheizungen entstehenden Feinstaub gibt. „Bei Teillast nimmt die negative Zahl der Lungenzellen zu“, so die Forscher.

Nun führen sie weitere Untersuchungen in einer speziellen Anlage am Forschungszentrum Karlsruhe durch. Dort werden nicht mehr nur Zellen untersucht, sondern die Anlage kann auch die Bedingungen der Lungen nachahmen. Dabei wird geschaut, wie diese auf unterschiedliche Staubteile reagiert, die bei Bioverbrennungsanlagen entstehen. Das wird mit anderen Feinstaubquellen verglichen.

Im Ergebnis ihres Projekt sollen neben exakteren Tests auch praktische Maßnahmen entwickelt werden, mit denen sich die giftigen Stoffe herausfiltern lassen.

Einzelne Hersteller bieten Feinstaubfilter für Pellet-Heizungen an. So hat Schräder sein System AL-Top vorgestellt, das Feinstaub aus den Abgasen von Holzpellets und Hackschnitzel-Anlagen absondert. pgl

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