Programm adressiert Immobilienunternehmen

Thüringen macht Fördertopf für Gebäudesanierung auf

Zuschüsse zur Gebäudesanierung für Wohnungsunternehmen gibt es in Thüringen zusätzlich zu KfW-Mitteln von der Aufbaubank des Landes.

Thüringen legt unter anderem für die Wärmedämmung von Gebäuden ein neues Förderprogramm auf. Noch in diesem Jahr sei dafür ein Kredit- und Bürgschaftsrahmen in Höhe von zehn Millionen Euro vorgesehen, kündigte Bauminister Christian Carius (CDU) zum Verbandstag der Thüringer Wohnungswirtschaft an. Es ergänzt bisher vorhandene Landesmittel zur Gebäudesanierung.

2013 solle sich das über die Thüringer Aufbaubank ausgereichte Kreditvolumen dann auf 30 Millionen Euro erhöhen. Das Bürgschaftsprogramm richte sich insbesondere an Wohnungsunternehmen und solle helfen, den Energieverbrauch zu senken. Es startet Mitte November 2012 und soll die Energiewende vorantreiben.

Derzeit wird in Thüringen den Angaben zufolge jährlich erst rund ein Prozent der Gebäude energetisch saniert. Nach Ansicht des Ministers sind die Anreize für die Energiewende teilweise falsch gesetzt. Während die Energieerzeugung massiv gefördert werde, werde die Reduzierung des Verbrauchs zu wenig unterstützt.

Die Sanierung solle Chancen zum Energiesparen eröffnen, jedoch die Unternehmen nicht zum Geldausgeben zwingen, erklärte Carius. Zwangsquoten lehnt auch der Verband der Thüringer Wohnungswirtschaft ab. In dem neuen Förderpaket sieht der Verbandsvorsitzende Hans-Joachim Ruhland eine große Unterstützung für die Branche. Der Verband vertritt 200 Mitgliedsunternehmen. Nach Angaben von Ruhland sind in den vergangenen Jahren mehr als 90 Prozent der Wohnungen saniert und modernisiert worden.

Der anhaltende Bevölkerungsrückgang zwinge die Unternehmen dazu, auch weiterhin Wohnungen vom Markt zu nehmen. Der Abriss werde sich schätzungsweise bei 1.000 bis 2.000 Wohnungen pro Jahr bewegen. Die Leerstandsquote betrage derzeit acht Prozent. pgl

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