Höchstbetrag wird erhöht

KfW hat Förderprogramme überarbeitet

Auch Einzelmaßnahmen werden gefördert. © Grund-Ludwig

Zum 1. April 2009 gestaltet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihre Förderprogramme für energieeffizientes Sanieren neu.

Zum 1. April 2009 gestaltet die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW ihre Förderprogramme für energieeffizientes Sanieren neu.

Komplettsanierung und energetisch anspruchsvolle Einzelmaßnahmen wie die Sanierung der kompletten Fassade oder des Dachs sind künftig in einem Programm "Energieeffizient Sanieren" zusammengefasst. Zinsgünstige Kredite gibt es nicht nur für die energieeffiziente Sanierung von Bestandsgebäuden, sondern auch beim Kauf eines sanierten Gebäudes oder einer sanierten Wohnung. Die Anstalt erhöht den Förderhöchstbetrag bei Komplettsanierung auf 75.000 Euro pro Wohneinheit.

Die technischen Anforderungen für die Förderung von Sanierungseinzelmaßnahmen bleiben unverändert. Hierfür gibt es maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit. Dazu kommen aber Zuschüsse für Segmente wie Baubegleitung, Austausch von Nachtstromspeicherheizungen oder Heizungsoptimierung.

Beim Neubau wird die Fördersystematik von absoluten Werten des Primärenergiebedarfs auf Werte umgestellt, die sich auf das Neubauniveau laut Energieeinsparverordnung beziehen. Das Energiesparhaus 40 heißt künftig KfW-Effizienzhaus 55, das Energiesparhaus 60 wird zu KfW-Effizienzhaus 70. Das bedeutet, dass bestimmte Fördermaßnahmen dann möglich sind, wenn durch die Sanierung ein Wert erreicht wird, der 30 beziehungsweise 45 Prozent besser ist als das definierte Neubauniveau.

Die Rahmenbedingungen in der Kreditfinanzierung verändern sich. Die Abruffrist wird auf 36 Monate verlängert. In den ersten zwölf Monaten ist keine Bereitstellungsprovision fällig. Das soll die Planungssicherheit bei umfassenden Vorhaben erhöhen.

Das Programm "Wohnraum Modernisieren - Standard" wird um die Variante "Altersgerecht Umbauen" erweitert. Damit können Wohnungen modernisiert, barrierefrei oder barrierereduziert gestaltet oder mit intelligenter Haustechnik ausgestattet werden.

Zum 1. April startet auch die "Investitionsoffensive Infrastruktur für strukturschwache Regionen". Mit zinsgünstigen mittel- und langfristigen Darlehen können finanzschwache Kommunen Investitionsmaßnahmen anschieben. Hierfür wird ein Darlehensvolumen von bis zu 3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, was zu einem Investitionsvolumen von bis zu 4,5 Mrd. Euro führen kann. Kredite können in den Jahren 2009 und 2010 bis zur Ausschöpfung dieser Summe zugesagt werden. pgl

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