Heute stehen Gebäudesanierung und Neubau noch oben

Intelligente Energiesysteme werden kommunales Topthema

Neubau steht heute bei den Kommunen oben auf der Liste. © ABG

Für die Kommunen steht im Moment Gebäudesanierung und Neubau, in Zukunft die Entwicklung der Energiesysteme oben auf der Agenda.

Mit welchen Themen beschäftigen sich deutsche Kommunen heute und im Jahr 2030? Was sind die wichtigsten Handlungsfelder der Stadt der Zukunft? Diese Fragen hat die Initiative "Stadt:Denken" des Vereins Deutscher Ingenieure und die Universität Hohenheim den (Ober-)Bürgermeister/innen aller deutschen Kommunen gestellt. Herausgekommen ist die Studie "Das denken die deutschen Kommunen – Handlungsfelder heute und im Jahr 2030".

Zentrales Ergebnis der Studie: Der Ausbau intelligenter Energieversorgung ist in Gemeinden, Klein- und Großstädten zukünftig das bedeutendste Thema. Heute dominiert hingegen die Thematik der Gebäudesanierung und Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden. Außerdem zeigt die Studie, Ressourceneffizienz findet heute in über der Hälfte aller Kommunen noch keine große Aufmerksamkeit.

Nach Auffassung der Befragten werden im Jahr 2030 fünf Themenbereiche in deutschen Kommunen deutlich wichtiger sein als heute. 68 Prozent prognostizieren, dass der Ausbau intelligenter Energienetze und Energiespeicher von größerer Bedeutung sein wird. 61 Prozent sehen das Mobilitätsmanagement inklusive alternativer Mobilitätskonzepte als wichtige Aufgabe der Stadt der Zukunft. Die Anpassungen an Klimafolgen und an Wetter-Extremereignisse sowie der Ausbau des ÖPNV werden zudem als bedeutender eingestuft als es heute der Fall ist.

Damit unterscheiden sich die künftigen Aufgaben teilweise deutlich von den aktuellen Themen der Kommunen. Derzeit belegen die Sanierung des öffentlichen Gebäudebestandes und Neubau Platz eins der Themenagenda. 78 Prozent der Befragten geben an, dass diese Aufgabe für ihre Kommune derzeit wichtig oder sehr wichtig ist. In absteigender Reihenfolge sind die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, Wasser und Abwasser sowie der Ausbau des ÖPNV und der Verkehrsinfrastruktur von Relevanz.

Weiter zeigt die Studie, dass das Thema Ressourceneffizienz bei vielen Kommunen heute noch nicht auf der Agenda steht. 54 Prozent der Befragten geben an, dass der Frage, wie sich natürliche Ressourcen schonender verbrauchen lassen, noch nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Nur in 13 Prozent der Kommunen gibt es eine Person, die sich mit Ressourceneffizienz beschäftigt. Rund 40 Prozent vermissen zudem maßgeschneiderte Beratungs- und Förderangebote für die Kommunen. Quelle: VDI / pgl

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Kommentare (1)

  1. spiegel wohnbauforschung am 21.06.2016
    Die Kommunen sollten ihre regionalen Ressourcen und die Ressourceneffizienz beim Bauen wertschätzen und integrale Konzepte entwickeln wie in der Wasserwirtschaft. Dabei könnte die Energie und Klima effiziente \"Wertschöpfungskette Holzbau\" besonders an Bedeutung gewinnen (massivHOLZ / Brettschicht-Technologie / rationeller Montagebau / Nutzungszyklus / Ausbauhaus-Konzept). 21.6.2016

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