Architekten und Ingenieure mit einem Auftritt online

Effizienz-Planer-Liste ist wenig kundenfreundlich

Die Kammern von Architekten und Ingenieuren versammeln ihre Mitglieder, die Beratung und den Bau energieeffizienter gebäude anbieten, auf separaten Listen. Deren Navigation ist noch recht umständlich.

Die Kammern von Architekten und Ingenieuren konnten sich nicht mit der Energieberater-Liste anfreunden, die von der Deutschen Energieagentur Dena verwaltet wird. Sie führen deshalb die Mitglieder ihrer Verbände seit kurzem auf einer separaten Online-Seite unter dem Label Energie-Effizienz-Planer. Doch Sanierungswilligen hilft dieses Angebot nur bedingt. Die Online-Plattform Energie-Effizienz-Planer richtet sich an Bauherren und Bauinteressierte. Die dort Aufgeführten "verfügen über ein ganzheitliches Wissensspektrum rund um das Thema Planen und Bauen, sowohl für Neubauten und Erweiterungen als auch für Umbau und Bestandssanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Dies reicht von der Vorentwurfsplanung über Antragstellungen, Leistungsbeschreibungen bis zur Ausführungsplanung und Objektüberwachung", heißt es auf der neuen Online-Präsenz. Wer nun einen Experten oder eine Expertin für Neubau oder Sanierung sucht, für den ist die neue Seite nur wenig hilfreich. Zum einen ist sie rein länderorientiert. Wer in mehreren Bundesländern suchen will, weil er etwa am Rande eines Bundeslandes wohnt, muss deshalb in mehreren Listen suchen. Und er kann nicht in einer gemeinsamen Liste von Architekten und Ingenieuren recherchieren, sondern muss in den Listen der jeweiligen Kammern forschen und wissen, ob für eine Frage ein Ingenieur oder Architekt eher in Frage kommt. Auch gibt es keine gemeinsame und einheitliche Navigation. Bei den Architekten kann man beispielsweise in Baden-Württemberg nach Bafa-Beratern suchen, bei Ingenieuren nach EnEV-Experten. Andere Bundesländer haben die Expertinnen und Experten nach völig anderen Kriterien sortiert. Planer, die eine Bafa-Zulassung haben, findet man teilweise nicht über eine Suchmaske, sondern in statischen PDFs. Für Bauwillige oder Menschen, die ein Sanierungsvorhaben planen ist diese Unterscheidung nicht wirklich nachvollziehbar. Transparenz für potentielle Kundinnen und Kunden schafft die Liste bislang nicht. pgl

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