Sanierung als Konjunkturmotor

Bundesregierung macht 1,5 Milliarden Euro locker

2009 stellt die Bundesregierung rund 1,5 Milliarden Euro für die energetische Sanierung von Gebäuden bereit.

2009 stellt die Bundesregierung rund 1,5 Milliarden Euro für die energetische Sanierung von Gebäuden bereit. Experten trauen der energetischen Gebäudesanierung große Beschäftigungseffekte zu. "Könnten wir die Sanierungsquote in Deutschland auf einen Quadratmeter Fassadendämmung pro Einwohner verdoppeln, würden allein dadurch in Deutschland rund 40.000 neue Jobs entstehen", berichtet etwa Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). 

Ein Großteil des Wohnungsbestands in Deutschland gehört jedoch nicht einzelnen Bürgern, sondern Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Und für diese bedeutet die energetische Sanierung einen enormen Investitionsaufwand, vor allem, wenn es um Großwohnsiedlungen geht. Das Bundesverkehrsministerium wird daher die energetische Sanierung solcher Großwohnsiedlungen in den kommenden drei Jahren mit rund 400 Millionen Euro unterstützen.

"Das Wohnen wird auf Dauer nur dann bezahlbar bleiben, wenn die Kosten für die Wohnungswärme und Warmwasser durch Nutzung aller Einsparpotenziale, effizientere Heizungstechnik und Gebäudedämmung und gezielten Einsatz erneuerbarer Energie eingegrenzt werden können", begrüßt der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, das Sanierungsprogramm. Die ökologische Erneuerung der Wohnungsbestände sei die "größte gegenwärtige Herausforderung auf den Wohnungsmärkten".

Laut Bauministerium befinden sich 7,5 Prozent aller Wohnungen in Deutschland in Großwohnsiedlungen. In diesen Stadtteilen, in den neuen Ländern überwiegend in Plattenbauweise errichtet, leben etwa fünf Millionen Menschen in rund 2,4 Millionen Wohnungen. sth

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