Rechtzeitige Überprüfung kann günstige Konditionen sichern

Banken erwarten steigende Bauzinsen

Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen erhöht. Das kann Auswirkungen für die Baufinanzierung haben. Darlehensnehmer können Gegenmaßnahmen treffen.

Die jüngst vorgenommene Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank hat die Aufmerksamkeit auch auf die Entwicklung der Baugeldzinsen gelenkt. Zwar schlagen solche Zinsschritte nicht automatisch auf die Baugeldkonditionen durch, doch nach deren stetigen Anstieg in den vergangenen Monaten erwarten die Interhyp-Experten auch bei Immobiliendarlehen weiter nach oben gehende Zinsen.

Dieser Aufwärtstrend betrifft aber nicht nur Bauherren und Immobilienkäufer, sondern auch Wohnungs- und Hausbesitzer mit bestehender Finanzierung. Die Interhyp rät, bei bestehenden Verträgen nachzuschauen, wann die aktuelle Zinsfestschreibung endet. Steht das Ende der Zinsfestschreibung in den nächsten sechs Monaten an, sollten Darlehensnehmer beginnen, Kreditangebote einzuholen, um noch genügend Zeit für einen objektiven Zinsvergleich zu haben. Auch wenn es noch rund ein Jahr dauert, bis die Sollzinsbindung des Kredits ausläuft, haben Eigenheimbesitzer gute Chancen, ihr Darlehen zu den heutigen Konditionen zu verlängern.

Einige Finanzinstitute haben den so genannten bereitstellungszinsfreien Zeitraum deutlich erweitert. Darlehensnehmer haben bis zu zwölf Monate Zeit, das Darlehen in Anspruch zu nehmen, ohne dass sie Gebühren für deren Bereitstellung zahlen müssen. Selbst wenn die Sollzinsbindung erst in zwölf bis 60 Monaten endet, gibt es die Möglichkeit, sich vor Zinsanstiegen mit so genannten Forward-Darlehen zu schützen. Der Kunde schließt ein Darlehen ab, dessen Laufzeit in den nächsten fünf Jahren beginnt. Der bisherige Kredit läuft bis zum regulären Ende der Zinsfrist, dann greift das Forward-Darlehen auf Basis der Zinsen von heute. Für das Recht, sich das heutige Zinsniveau für die Zukunft zu sichern, wird ein Konditionsaufschlag erhoben. Der Aufschlag liegt in der Regel bei rund 0,01 bis 0,04 Prozentpunkten pro Monat.

Vor dem Abschluss eines Darlehensvertrags lohnt es sich auf jeden Fall, unterschiedliche Angebote einzuholen und zu vergleichen. Wer unabhängigen Rat braucht, kann zum Beispiel einen Beratungstermin bei der örtlichen Verbraucherzentrale vereinbaren. pgl

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