Wohnhochhaus wurde zum Effizienzhaus generalsaniert

Architekturpreis Energie und Architektur geht nach Pforzheim

Freivogel Mayer Architekten gewinnen mit Projekt in Pforzheim Architekturpreis. © Freivogel Mayer

Für ein Wohnhochhaus in Pforzheim erhielt das Büro Freivogel Mayer Architekten den Europäischen Architekturpreis Energie und Architektur.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) kürte in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) in Berlin den Gewinner des Europäischen Architekturpreises 2015 "Energie + Architektur". Der zum vierten Mal vergebene Preis geht an die Freivogel Mayer Architekten aus Ludwigsburg.

Das Architektenbüro überzeugte die Jury, unter Leitung des Präsidenten des BDA Heiner Farwick, mit der Generalsanierung und Aufstockung eines Pforzheimer Wohnhochhauses zu einem Energieeffizienzhaus. "Das Projekt zeigt in eindrucksvoller Weise, wie die Überformung vorhandener Wohngebäude nicht nur zu verbesserter Wohnqualität führt, sondern vor allem eine beispielgebende energetische Aufwertung gelungen ist", lautet eine der Begründungen für die Preisvergabe der Jury.

Neben der hochwertigen thermischen Gebäudehülle zeigen die Komponenten aus fassadenintegrierten Absorberflächen und Eisspeicher als Energiepuffer, Niedertemperaturheizsystem mit Deckenstrahlplatten, kontrollierte Wohnungslüftungen und eine Kleinwindkraftanlage sowie Fotovoltaikmodule zur Eigenstromerzeugung ein ausgefeiltes Energiesystem für Wohngebäude der Zukunft.

Der ZVSHK will mit dem von ihm ausgeschriebenen Architekturpreis die immer bedeutsamer werdenden Zusammenhänge von Gestaltung, Planung und Ausführung energetischer Bauvorhaben aufzeigen. Außerdem soll die Auslobung Anregung und Motivation geben, die Potenziale der integrativen und nachhaltigen Planung zu entdecken und zu realisieren.

Es haben sich Architekten aus Deutschland, Österreich und Luxemburg mit insgesamt 50 Objekten aus sechs europäischen Ländern für die Teilnahme beworben. Neben dem Preisträger erhalten zwei Objekte eine Auszeichnung und vier weitere Einreichungen eine Anerkennung und eine Urkunde.

 

Weitere Preisträger:

  • Auszeichnungen Hof 8, Umnutzung und Umbau einer ehemaligen landwirtschaftlichen Hofanlage in Weikersheim-Schäfersheim, Rolf Klärle, freier Architekt BDA, Bad Mergentheim. Die Hofanlage wurde durch eine Sanierung vor dem Abriss bewahrt und ist ein herausragendes Beispiel für den Erhalt ländlicher Strukturen.
  • Illwerke Zentrum Montafon in Voralberg in Österreich, Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach/Österreich. Das Illwerke Zentrum Montafon (IZM) ist das neue Verwaltungsgebäude des Vorarlberger Stromerzeugers. Es war bei seiner Fertigstellung mit über 10.000 qm Nutzfläche das größte Bürogebäude aus Holz in Mitteleuropa.
  • Energiebunker in Hamburg, HHS Planer + Architekten AG, Kassel. Die Kriegsruine des Flakbunkers Hamburg-Wilhelmsburg ist heute die Energiezentrale für die dezentrale Wärme- und Stromversorgung des benachbarten Wohnquartiers.
  • Deutsche Schule in Madrid/Spanien, Grüntuch Ernst Architekten BDA, Berlin, Armand Grüntuch, Almut Grüntuch-Ernst. Die neue "Deutsche Schule Madrid" besteht aus einer Grund- und Oberschule und einem Kindergarten – mit Mensa und Aula. Besonders ist die Verbindung aus Materialität, Konstruktion und Technik zu einem nachhaltigen und sehr anregenden Kindergarten- und Schulgebäude.
  • CSD – Centrum für Schlaganfall- und Demenzforschung in München, Nickl & Partner Architekten AG, München. Der Forschungsneubau beherbergt künftig das Partnerinstitut des nationalen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und das Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung. Die eingesetzte Gebäudetechnik, die über ein Energiemanagement verknüpft ist, sorgt in Verbindung mit der energetisch vorteilhaften Kubatur und einer hoch wärmegedämmten Gebäudehülle für die signifikante Unterschreitung der Energieeinsparverordnung und hohe CO2-Einsparungen.
  • Schwarzwaldhaus in Schluchsee-Fischbach, Schaller+Sternagel Architekten, Allensbach.  Das Schwarzwaldhaus steht an einem Steilhang am Ortsausgang von Schluchsee-Fischbach, umgeben von einer Kuhweide. Es überzeugt durch eine landschaftsschonende Architektur, eine intelligente Haustechnik und einen geringen Pflegeaufwand zur Aufrechterhaltung der Behaglichkeit.

Quelle: ZVSHK / pgl

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