Progammteil Energiesystemhaus auf 1300 Förderfälle 2017 limitiert

10.000-Häuser-Programm startet abgespeckt neu

Sonnenhäuser profitieren von 10.000-Häuser-Programm. © Sonnenhaus Institut

Das 10.000-Häuser-Programm in Bayern war ambitioniert gestartet. Nach der guten Resonanz wurde es aus Budgetgründen gestoppt. Ab April 2017 geht es in abgespeckter Form weiter. Nicht nur das Hin und Her, auch die langen Wartezeiten sorgen für Unmut. "Ich hatte die Hoffnung dass mit dem Neustart die Bedingungen bürgernäher und die Bearbeitungszeiten bürgerfreundlicher werden. Wenn der Bürger über ein Jahr auf die Zusage und wahrscheinlich nochmal solange auf die Auszahlung warten muss, ist das Programm gut gemeint, aber schlecht gemacht.", ärgert sich Jürgen Leppig, Bundesvorsitzender des Energieberaterverbands GIH.

Im Moment ist auf der Internet-Seite des Programms zu lesen, dass es ab April 2017 wieder losgeht. Im Vergleich zum ersten Anlauf wurde das Programm aber neu ausgerichtet, vor allem im Neubau sind die Anforderungen nur noch mit hohem Aufwand zu erfüllen.

Die Zahl der Förderfälle im Programmteil EnergieSystemHaus ist auf 1.300 (2017) und voraussichtlich 1.700 (2018) begrenzt. Die noch verfügbaren Anträge werden durch einen Zähler auf der Antragsplattform angezeigt. "Von einem 10000 Häuserprogramm kann man im Umfeld EnergieSystemhaus bei diesen Fallzahlen eigentlich nicht mehr sprechen", so Leppig.

Beim TechnikBonus werden künftig auch besonders effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpen gefördert, ohne dass eine Kombination mit einer PV-Anlage notwendig wäre. Der TechnikBonus wird um die Förderung von "Gemeinschaftslösungen" erweitert (gemeinschaftliche Nutzung eines Heiz-/Speicher-Systems durch mehrere Ein- oder Zweifamilienhäuser).

Die energetischen Anforderungen für den EnergieeffizienzBonus werden im Neubau erhöht. Für den spezifischen Heizwärmebedarf in den beiden Effizienzstufen wird je nach Berechnungsverfahren (PHPP/EnEV) ein unterschiedlicher Wert gefordert: 30/20 kWh/m²a für das 2-Liter-Haus und 15/10 kWh/m²a für das 1-Liter-Haus.

Im Neubau wird der EnergieeffizienzBonus statt pro Wohneinheit nur noch einmal pro Wohngebäude gewährt. Beim EnergieeffizienzBonus wird außerdem im Neubau die Förderhöhe für das 2-Liter-Haus auf 3.000 Euro festgesetzt. Bei der Altbausanierung bleiben die Konditionen unverändert.

Der Programmteil Heizungstausch wird um die zwei Fördertatbestände Lüftungsanlagen und PV-Stromspeicher erweitert und in "Heizungstausch-Plus" umbenannt. Förderung gibt es nun auch für "energiewirtschaftlich sinnvolle Varianten von Wärmepumpen". Dass Wärmepumpen bislang kaum gefördert wurden hatte für Unmut gesorgt. Für neue Gas- und Ölheizungen gibt es weniger Geld. Der Grundförderbetrag beim Heizungstausch wird für Öl- und Gasheizungen auf 500 Euro gesenkt. Die Zahl der Förderfälle wird für 2017 auf 5.000 festgesetzt. pgl

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