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Heizkosten waren bei Gas unterdurchschnittlich

Zweite Miete liegt bei bis zu 3,19 Euro pro Quadratmeter

30.07.2014, 09:55

Mieter zahlen in Deutschland im Durchschnitt 2,20 Euro pro Quadratmeter im Monat für Betriebskosten. Rechnet man dagegen alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 3,19 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen.

Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2012 vorlegt. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung mussten bei Anfallen aller Kosten 3.062,40 Euro im Jahr 2012 nur an Betriebskosten aufgebracht werden.

Zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern gibt es nur noch minimale Preisunterschiede bei den Betriebskosten. Die im Durchschnitt tatsächlich gezahlten Betriebskosten liegen in den östlichen Bundesländern bei 2,22 Euro pro Quadratmeter und Monat, in den westlichen Bundesländern bei 2,20 Euro. Insbesondere für Grundsteuer, Müllbeseitigung, Gebäudereinigung und Versicherungen muss in den westlichen Bundesländern teilweise deutlich mehr bezahlt werden. Dagegen liegen hier die Heizkosten und die Kosten für Wasser/Abwasser unter den Kosten, die in den östlichen Bundesländern zu zahlen sind.

Im Übrigen wird aber beispielsweise die Höhe der Heizkosten oder Warmwasserkosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterscheide bei Öl, Gas und Fernwärme bestimmt. Erstmals wurde bei der Erhebung der Betriebskostendaten hier differenziert. Die durchschnittlichen Heizkosten lagen 2012 bei 1,16 Euro pro Quadratmeter und Monat. Wer mit Gas heizte, zahlte mit 1,13 Euro etwas weniger. Teurer wurde es bei Fernwärme mit 1,24 Euro, und wer mit Öl heizte, zahlte sogar 1,31 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die Höhe der kommunalen Gebühren und der Grundsteuer schwankt von Gemeinde zu Gemeinde teilweise extrem.

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind auch im Abrechnungsjahr 2012 weiter angestiegen. Zwischenzeitlich muss für diese "warmen Betriebskosten" 1,43 Euro pro Quadratmeter und Monat gezahlt werden. Das sind für eine 80 Quadratmeter große Wohnung rund 1.373 Euro pro Jahr. Insgesamt machen die warmen Betriebskosten 2012 etwa 65 Prozent aller tatsächlich gezahlten Betriebskosten aus.

Der Anstieg der Heizkosten im Jahr 2012 um rund 17 Prozent ist zum einen auf die kälteren Wintermonate und einen Anstieg des Heizenergieverbrauchs zurückzuführen. Zum anderen schlagen sich hier die höheren Energiepreise nieder. Öl wurde 2012 im Durchschnitt um 8,9 Prozent, Fernwärme um 9 Prozent und Gas um 5,3 Prozent teurer.

Auch im Abrechnungsjahr 2013 müssen Mieter mit weiter steigenden Betriebskosten rechnen. In vielen Städten und Kommunen wurde die Grundsteuer erhöht, zusätzliche Kosten für Legionellenüberprüfungen (Warmwasser) bzw. Wartungskosten für Rauchmelder kommen hinzu. Auch die Heizkosten werden vielfach steigen. So ist der Energiebedarf und -verbrauch im Jahr 2013 um etwa 5 Prozent angestiegen. Hauptverantwortlich hierfür war der kalte und lange Winter Anfang 2013. Bis Mai musste vielfach geheizt werden. Im Vergleich zu 2012 kletterten die Heizenergieverbräuche in dieser Zeit um rund 14 Prozent nach oben.

Zum Jahresende hin gab es dann aber die entgegengesetzte Entwicklung. Aufgrund relativ milder Temperaturen musste von September bis Dezember 2013 deutlich weniger geheizt werden als noch 2012. Gleichzeitig können Mieter von weitgehend stabilen Energiepreisen im Jahr 2013 profitieren. Gas wurde im Jahresdurchschnitt nur um 1,3 Prozent teurer, Fernwärme um 2,8 Prozent. Und der Ölpreis sank sogar um 6 Prozent, so dass Mieter, deren Wohnung mit Öl beheizt wird, keine höheren Heizkosten befürchten müssen. Sie können sogar darauf hoffen, dass ihre Heizkostenabrechnung etwas niedriger ausfällt als 2012. Quelle: Deutscher Mieterbund / pgl

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