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"Kein erhebliches Potential mehr für Energieeinsparung"

Wohnungswirtschaft baut wieder mehr neue Häuser

13.12.2012, 07:00

Plusenergiehaus in Frankfurt
Wohnungsunternehmen bauen wieder mehr. 2013 soll sogar der erste Spatenstich für ein Plusenergiehaus erfolgen. © Nassauische Heimstätte

Der Dachverband GdW, in dem 3.000 Unternehmen der Immobilienwirtschaft vertreten sind, hat Zahlen zur Entwicklung des Wohnungsbaus und Prognosen für die kommenden Jahre vorgelegt. Die positive Botschaft: Der Wohnungsbau legt zu. Im Mietmarkt führt das aber nur teilweise zu einer Entspannung.

Der Wohnungsbau wird 2012 so wie im Vorjahr erneut zulegen. Dazu zitiert der GdW Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Zahlen gehen von einer Zunahme der Wohnungsbauinvestitionen von 3 Prozent für 2012 aus, auch im Neubau. Zwischen 2000 und 2011 ging nach den Berechnungen des DIW der Anteil der Neubauinvestitionen deutlich zurück und lag 2010 noch bei 22 Prozent. 2000 waren es 42 Prozent.

Nach Jahren der Enttäuschung mit stagnierenden Hauspreisen und ständigem Rückgang im Neubau zeichne sich seit 2011 nach positiven Zahlen in der Sanierung endlich auch im Neubau eine Erholung ab, bestätigt Erich Gluch vom Ifo-Institut diesen Trend.

Die Angaben der Institute belegen auch die Zahlen des GdW. Dort wird es 2012 voraussichtlich einen Anstieg der Investitionen in Neubauprojekte in Höhe von 25 Prozent auf 3 Milliarden Euro geben. Für 2012 prognostiziert der GdW insgesamt einen Anstieg der Investitionen um 9,7 Prozent. Damit könnten die Mitgliedsverbände erstmals seit 2001 wieder die 10-Milliarden-Marke knacken.

Der Schwerpunkt liegt im Neubau in den Ballungsräumen Stuttgart, München, Köln/Bonn, Hamburg, Berlin ud dem Rhein-Main-Gebiet. Auch bei den Baugenehmigungen gibt es seit einigen Jahren einen Trend nach oben. Das ist ein Zeichen dafür, dass es auch in den nächsten Jahren ein Plus an fertiggestellten neuen Wohnungen geben wird.

Dabei ist der Zuwachs der Fertigstellungen bei den Wohnungen in Mehrfamilienhäusern leicht stärker als im Einfamilienbereich. Das dürfte daran liegen, dass vor allem im urbanen Raum neu gebaut wird.

Mietern kommt das Plus im Geschosswohnungsbau aber nur bedingt zugute. Mehr als die Hälfte aller neuen Wohnungen im Geschosswohnungsbau sind Eigentumswohnungen.

Beim Endenergieverbrauch geht der GdW bei seinen Beständen von einem Wert von 137 kWh/m2a für das Jahr 2009 aus. Der Endenergieverbrauch aller Haushalte für Heizung und Warmwasser lag laut BMWi-Zahlen 2009 bei 181 kWh/m2a.

Man sehe kein erhebliches flächendeckendes Potential mehr zur Energieeinsparung, so der Verband im Kommentar zur Jahresstatistik. Vorschläge zur Erhöhung der Energieeffizienz ließen sich allenfalls noch bei einer Betrachtung kompletter Quartiere erzielen.

Auch könnte die Erleichterung der Nutzung dezentraler Stromerzeugung durch Wohnungsunternehmen eine Möglichkeit sein, Mieter kostengünstig mit Energie zu versorgen. Die rechtlichen Hürden dafür sind bislang hoch. Die Investitionsspielräume seien eng, insbesondere deshalb, weil im Zeitraum von 2000 bis Mitte 2012 die Mieten mit einem Plus von insgesamt 14 Prozent weniger stark gestiegen seien als die allgemeinen Lebenshaltungskosten mit 20 Prozent, so der GdW.

Allerdings verzeichnet das Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung bei Neu- und Wiedervermietungen einen deutlichen Anstieg. Hier habe es ein Plus von 2,9 Prozent gegeben, so das Ministerium in seinem Bericht. von Pia Grund-Ludwig

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