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Wasserkraft legt zu - Fotovoltaik und Windenergie verlieren

Witterung lässt Primärenergieverbrauch steigen

09.06.2013, 07:20

Der langanhaltende Winter und der kühle Witterungsverlauf im Frühjahr haben in Deutschland für einen kräftigen Anstieg des Energieverbrauchs gesorgt. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) stieg der Verbrauch in den ersten drei Monaten um insgesamt 3,4 Prozent auf 3.860 Petajoule (PJ) oder 131,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).

Der schwache konjunkturelle Start ins neue Jahr hatte dagegen eine eher verbrauchsdämpfende Wirkung. Der Mineralölverbrauch verminderte sich insgesamt um knapp 1 Prozent. Dem weiter rückläufigen Verbrauch an Ottokraftstoffen standen ein höherer Absatz an Dieselkraftstoff sowie ein witterungsbedingt höherer Heizölverbrauch gegenüber. Der Erdgasverbrauch stieg mit insgesamt fast 9 Prozent besonders stark.

Die kalte Witterung sorgte beim Einsatz von Erdgas zur Wärmeerzeugung und in KWK-Prozessen für einen Anstieg des Verbrauchs um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Verbrauch von Steinkohle nahm ebenfalls deutlich zu und lag um 10,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Infolge derzeit hoher preislicher Wettbewerbsfähigkeit weitete sich der Einsatz in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung um 14,5 Prozent aus.

Der Verbrauch an Braunkohle verminderte sich durch die Stilllegung von Altanlagen in der Stromerzeugung um 2,6 Prozent. Infolge höherer Wirkungsgrade der in Betrieb genommenen Neuanlagen blieb die Stromerzeugung aus Braunkohle trotz eines geringeren Brennstoffeinsatzes auf dem Niveau des Vorjahres. Die Kernenergie leistet einen stabilen Beitrag zur Energiebilanz der ersten drei Monate, da im Berichtszeitraum keine weiteren Anlagen vom Netz gingen.

Die Nutzung erneuerbarer Energien stieg aufgrund höherer Beiträge der Biomasse um 2 Prozent. Der Beitrag der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) verzeichnete einen leichten Zuwachs. Die Beiträge der Windenergie und der Fotovoltaik blieben witterungsbedingt deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Quelle: AG Energiebilanzen / sth

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