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Energetische Charakterisierung erlaubt Optimierung vor dem Bau

Werkzeug rechnet jetzt auch Plusenergiehäuser

12.11.2012, 07:52

Das Softwarewerkzeug EnerCalC 2013, ein Excel-basiertes Werkzeug zur vereinfachten Energiebedarfsberechnung von Nichtwohngebäuden, kann mit der neuen Version auch Gesamtbilanzen von Null- und Plusenergiegebäuden erstellen. Auch Kraft-Wärme-Kopplung und Solarthermie können in die Bilanz einbezogen werden.

EnerCalC berechnet den Energiebedarf für Mehrzonengebäude in Anlehnung an die DIN V 18599. Im Unterschied zum streng normbasierten Verfahren ist der Eingabeaufwand jedoch relativ gering und die Berechnung erfolgt praktisch auf Knopfdruck. Basis ist ein wissenschaftlich fundiertes Näherungsverfahren, das Markus Lichtmeß im Rahmen seiner Dissertation an der Bergischen Universität Wuppertal entwickelt hat.

"EnerCalC 2013 eignet sich sehr gut, um Gebäude bereits in den frühen Planungsphasen energetisch zu charakterisieren", betont Karsten Voss, Professor für Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung an der Bergischen Universität Wuppertal. Die Software ist im Kontext der Forschung zum energieoptimierten Bauen (EnOB) entstanden.

Die Bilanzierung erfolgt sowohl in den Größen Endenergie und Primärenergie als auch in Form von äquivalenten Klimagasemissionen. Zur Detaillierung stehen unterschiedliche Bilanzierungsverfahren zur Verfügung, die auch eine Betrachtung auf Monatsebene erlauben. Weiterhin unterstützt EnerCalC 2013 jetzt erstmals Versorgungskonzepte mit Kraft-Wärme-Kopplung und Solarthermie. Hierzu wurden spezielle Näherungsverfahren entwickelt, die eine schnelle Berechnung und die konsistente Bilanzierung ermöglichen.

Verbesserte Erläuterungen erleichtern zudem die Bedienung. Die Software gibt es kostenlos auf der Website der Forschungsinitiative EnOB. Nutzer von EnerCalC erhalten das "große Update" auf die 2013er Version direkt über die Update-Funktion auf der Startseite ihrer EnerCalC-Version.

Wegen der zugrunde liegenden Vereinfachungen dient EnerCalC nicht zur Erstellung öffentlich-rechtlicher Nachweise. Vielmehr werden damit die energetischen Aspekte von Gebäuden verständlich und transparent dargestellt. Vier verschiede Ansätze für die Bilanzierung von Null- und Plusenergiegebäuden sind hinterlegt. Quelle: EnOB / pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

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