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Nebenkosten beim Hauskauf erhöhen sich

Vier Länder erhöhen Grunderwerbsteuer 2014

20.11.2013, 06:40

Immobilienkäufer in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein müssen ab 1. Januar 2014 erneut tiefer in die Tasche greifen. Grund ist die abermalige Erhöhung der Grunderwerbsteuer um bis zu 1,5 Prozentpunkte. Damit kostet der Kauf einer 250.000 Euro teuren Eigentumswohnung ab 2014 zwischen 1.250 und 3.750 Euro mehr als in den letzten Wochen dieses Jahres. Die Nebenkosten beim Hauskauf steigen damit erneut.

"Wer ein konkretes Objekt gefunden hat, sollte jetzt unterschreiben. Aktuell profitieren Käufer auch von einer leichten Zinsdelle bei Immobilienkrediten", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp. Nachdem sich im August bereits die Notarkosten um rund 200 Euro erhöht hatten, drehen im Januar schon wieder einige Bundesländer an der Steuerschraube. In Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein sind Erhöhungen der Grunderwerbsteuer beschlossen. Auch in Niedersachsen gilt die Erhöhung von 4,5 Prozent auf 5 Prozent als ausgemachte Sache, die im Dezember verabschiedet werden soll.

Bis 2006 lag der Steuersatz bundesweit einheitlich bei 3,5 Prozent. Aktuell kommen nur noch Immobilienkäufer in Bayern und Sachsen in den Genuss dieses Steuersatzes. "Die noch niedrigen Finanzierungskosten machen einen Immobilienkauf derzeit noch erschwinglich. Jedoch sind die Kaufnebenkosten in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Vor allem Haushalte, für die der Immobilienerwerb ohnehin ein knapp kalkuliertes Vorhaben ist, können künftig immer seltener Wohneigentum schaffen", erklärt Goris.

Die neuen Grunderwerbsteuern ab 1. Januar 2014:

Baden-Württemberg:

5 Prozent

Bayern:

3,5 Prozent

Berlin:

erhöht auf 6 Prozent

Bremen:

erhöht auf 5 Prozent

Brandenburg:

5 Prozent

Hamburg:

4,5 Prozent

Hessen:

5 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern:

5 Prozent

Niedersachsen:

voraussichtlich 5 Prozent (aktuell: 4,5)

Nordrhein-Westfalen:

5 Prozent

Rheinland-Pfalz:

5 Prozent

Saarland:

5,5 Prozent

Sachsen:

3,5 Prozent

Sachsen-Anhalt:

5 Prozent

Schleswig-Holstein:

erhöht auf 6,5 Prozent

Thüringen:

5 Prozent

Quelle: Interhyp / bba

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