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Excel-Software hilft bei der Umsetzung

Umsetzung des E-Wärme-Gesetzes tritt in die heiße Phase

21.05.2015, 14:26

Alexander Renner, BMWi
Alexander Renner, Bundeswirtschaftsministerium, beobachtet den Sanierungsfahrplan mit Interesse © P. Grund-Ludwig

In gut einem Monat, am 1. Juli 2015, tritt die Novelle des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes in Baden-Württemberg in Kraft. Es ist nach wie vor das einzige Landesgesetz, das für Bestandsgebäude Verpflichtungen zum Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärmebereich beim Heizungstausch beinhaltet. Es gilt für Gebäude ab dem Baujahr 2009.

Die Hoffnung, dass andere Bundesländer nachziehen, vor allem diejenigen, an denen die Grünen beteiligt sind, haben sich nicht erfüllt. Karl Greißing, Leiter Energiewirtschaft im Umweltministerium des Südwestlandes, ist aber sicher, dass sich das ändern wird. In einigen Bundesländern gebe es Interesse, nicht das komplette Gesetz, aber einige Ideen daraus zu übernehmen, sagte er im Rahmen einer Veranstaltung von Zukunft Altbau auf der Fachmesse CEB.

Parallel zur Verabschiedung des Wärme-Gesetzes soll es noch weitere Initiativen geben, um dem Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmebereitstellung näher zu kommen zu erreichen. Derzeit liegt diese Quote bei 10,8 Prozent, sie soll sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. 2050 soll sie sogar 90 Prozent betragen. Eine der Maßnahmen, die die Wärmewende voranbringen soll, ist die verstärkte Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung. Ein KWK-Konzept für Baden-Württemberg soll bis Juli vorliegen, man arbeite auch an einem Förderprogramm für Nahwärmenetze nach, so Greißing. Außerdem sei man in Verhandlungen mit den Kommunen über einen Klimapakt, "ich hoffe, dass wir das bis Herbst abschließen", so Greißing.

Auf Bundesebene wird mit Interesse betrachtet, wie sich der Sanierungsfahrplan entwickelt, Baden-Württemberg habe mit der Teilanerkennung im Rahmen des E-Wärme-Gesetzes einen großen Schritt getan, sagte Alexander Renner, zuständig für Energiepolitische Grundsatzfragen im Gebäudesektor beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Auf Bundesebene gibt es derzeit Gutachten, die sich ebenfalls mit der Einführung eines solchen Sanierungsfahrplans beschäftigen.

Die Gesetzesnovelle in Baden-Württemberg sieht vor, dass beim Tausch einer Heizung im Gebäudebestand 15 Prozent Erneuerbare Energien genutzt werden müssen. Um das zu erreichen, gibt es unterschiedliche Optionen, eine davon ist der Sanierungsfahrplan. Er gilt in Wohngebäuden als Erfüllung der Pflicht zum Einsatz Erneuerbarer in Höhe von 5 Prozent, in Nichtwohngebäuden ist sogar die vollständige Erfüllung des E-Wärme-Gesetzes mit dem Sanierungsfahrplan möglich. Der Sanierungsfahrplan ersetzt den bis dahin in Baden-Württemberg geförderten Energiesparcheck.

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