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Es gab keine Kostenexplosion am Bau

Technik und Ausbau machen das Bauen teurer

20.10.2015, 08:30

Neubau mit Gerüst
Technische Ausstattung macht das Bauen teurer. © B. Baumann

Die Baupreise sind in den vergangenen Jahren gestiegen und einzelne Komponenten zum Teil auch über dem Niveau der allgemeinen Verbraucherpreise. Von einer Explosion der Baupreise könne aber keine Rede sein, so eine aktuelle Studie des Fachgebiets Ökonomie des Planens und Bauens der Bergischen Universität Wuppertal im Auftrag der Schwäbisch Hall Stiftung und der Deutschen Bausparkassen.

Die Aussage, dass es zu einem leichten Preisanstieg gekommen sei, gelte für die Baupreise in den Gewerken, die die energetische Sanierung der Baukonstruktion umfassen wie Dachdecker, Maurer oder Trockenbau. "Hier sind leichte Preissteigerungen auch über dem Niveau der Verbraucherpreise festzustellen", so die Autoren der Studie. Das gilt insbsondere dann, wenn man sich die Baukosten der Kostengruppe 300 anschaut, in der die Kosten für Bauwerkskonstruktion wie Malerarbeiten, Dachdeckerarbeiten oder Trockenbau abgerechnet werden. Handelt es sich um reine Schönheitsarbeiten wie Malen und Lackieren, dann sind die Preise im Rahmen des Verbraucherpreisindexes von zirka einem Prozent gestiegen. Mehr war es in den Segmenten, die mit energetischer Optimierung zu tun haben, so die Autoren der Studie.

Preise für Gebäudeausrüstung steigen

Überproportional seien in den vergangenen Jahren aber vor allem die Preise für die technische Gebäudeausrüstung wie Gas-, Wasser-und Entwässerungsanlagen oder Raumlufttechnische Anlagen gestiegen. Diese werden der Kostengruppe 400 zugerechnet. Da zeigt sich ein deutlicher Anstieg und eine Abkoppelung vom Verbraucherpreisindex ab dem Jahr 2010. Zwischen 2010 und 2014 stieg der Verbraucherpreisindex um 1,4 Prozentpunkte, die Kosten für technische Anlagen zwischen 2,4 und 2,9 Punkten. Das zeigen auch aktuelle Zahlen von Destatis für das aktuelle Jahr bis August 2015. Nennenswerte Preissteigerungen unter den Bauarbeiten an Wohngebäuden gab es erneut bei Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen (+3 Prozent gegenüber dem Vorjahr), bei Metallbauarbeiten sowie bei Nieder- und Mittelspannungsanlagen (jeweils +2,8 Prozent). Bei Heizanlagen- und zentralen Wassererwärmungsanlagen erhöhten sich die Preise um 2,6 Prozent. Insgesamt haben die Baupreise seit Mai angezogen.

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