Stimmung pro Sanierung hält weiter an
29.08.2012, 00:00
Der Wunsch nach Immobilienbesitz hält auch im ersten Halbjahr 2012 an. Zu dieser Einschätzung kommen übereinstimmend die Landesbausparkassen, Bauinfoconsult und der Immobilienverband IVD.
LBS und Sparkassen registrieren im ersten Halbjahr 2012 den stärksten Anstieg bei neuen Eigentumswohnungen und höhere Preise vor allem im Neubau. Bei Bestandsobjekten seien die Preise nicht höher als vor zehn Jahren: "Der Löwenanteil des Kaufinteresses entfällt aber immer noch auf gebrauchte Eigenheime und Eigentumswohnungen, die bei uns heute nicht teurer sind als vor zehn Jahren", sagt LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm.
Nach LBS-Angaben ist der Preisabstand zu Neubauten aber mittlerweile beträchtlich. Während neue Einfamilienhäuser bei der energetischen Qualität immer höhere Standards aufweisen und deshalb im Schnitt bereits für über 300.000 Euro verkauft wurden, kostete ein gebrauchtes Eigenheim mit durchschnittlich 158.000 Euro nur rund die Hälfte. "Das ist zwar etwas mehr als im Vorjahr, aber immer noch exakt der Durchschnittspreis des Jahres 2002", so der LBS-Sprecher.
Dazu kommen bei gebrauchten Immobilien freilich noch die Kosten für eine eventuell anstehende Anpassung an die eigenen Wohnbedürfnisse und heutige energetische Standards.
Bei Eigentumswohnungen richte sich die Nachfrage im Neubaubereich vor allem auf gute innerstädtische Objekte, die inzwischen durchschnittlich 220.000 Euro kosten. Mit 105.000 Euro koste gebrauchtes Wohnungseigentum "auf der Etage" im Schnitt weniger als die Hälfte. Auch hier sei inzwischen erst wieder das Preisniveau von vor zehn Jahren erreicht. Von einer Immobilienblase sei man weit entfernt, betont Hamm.
Der IVD verweist in jetzt vorgelegten Zahlen auf die weiterhin ansteigenden Genehmigungen im Wohnungsbau mit einem Plus von 4,9 Prozent im ersten Halbjahr 2012. Insgesamt wurden deutschlandweit 114.000 Wohnungen genehmigt.
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