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Interessierte Kommunen können sich registrieren

SmartEnCity entwickelt energieneutrale Städte

28.08.2016, 08:45

SmartEnCity heißt ein neues europäisches Projekt, das durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert wird. 35 Partner aus sechs Ländern arbeiten unter der Koordination von Tecnalia Research & Innovation daran, intelligente und energieneutrale Städte in Europa Realität werden zu lassen.

Nach dem Schneeballprinzip werden die Maßnahmen zunächst in den drei Demonstrationsstädten Vitoria-Gasteiz, Tartu und Sønderborg gestartet. Es folgen Lecce und Asenovgrad, die direkt von den Praxiserfahrungen profitieren sollen. Die guten Beispiele werden zusammengefasst und für weitere Nachahmer zur Verfügung gestellt. Interessierte Städte können sich im neuen SmartEnCity-Netzwerk registrieren und erhalten Projektergebnisse und Hilfestellungen aus erster Hand.

Kleine und mittelgroße Städte stehen im Fokus

SmartEnCity zielt darauf ab, Strategien zu entwickeln, die in weiteren europäischen Städten konkret und effektiv angewendet werden können. Ziel ist es, den Energieverbauch nachhaltig zu verringern und insgesamt die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen. Dabei stehen besonders kleine und mittelgroße Städte im Fokus. Die Aktivitäten der Projektpartner umfassen neben der Sanierung von Gebäuden auch intelligente integrierte Infrastrukturen, nachhaltige Mobilität und die Nutzung von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien).

Dieser integrierte Ansatz wird zunächst in den drei Leuchtturm-Demonstrationsstädten Vitoria-Gasteiz in Spanien, Tartu in Estland und Sønderborg in Dänemark im Detail definiert, geplant und schließlich in die Tat umgesetzt. Die bewährten Maßnahmen werden dann in die beiden Städte Lecce (Italien) und Asenovgrad (Bulgarien) übertragen, um festzustellen, ob die Prozesse standardisiert und somit leichter von anderen Städten nachgeahmt werden können.

Gleiche Chancen für alle

Der Projektkoordinator von SmartEnCity Francisco Rodríguez Pérez-Curiel betont dass es die Vision der Beteiligten sei, intelligente Städte zu schaffen, die nachhaltig und klimafreundlich sind und Inklusion berücksichtigen; Städte, die die Lebensqualität der Bürger verbessern, Arbeitsplätze, Wohlstand und Möglichkeiten des Wachstums schaffen, mit gleichen Chancen für alle.

Um es möglichst vielen europäischen Städten zu ermöglichen, von den Erfahrungen des Projekts zu lernen, wird ein SmartEnCity-Netzwerk von interessierten Städten aufgebaut. Dieses Netzwerk wurde offiziell Anfang Juni 2016 in Tartu (Estland) ins Leben gerufen, wo die Leuchtturmstädte aus dem Projekt mit Städten aus der Ostseeregion zusammenkamen. Gemeinsam und über Ländergrenzen hinweg diskutierten sie über den Weg zu klimaneutralen Städten und das gegenseitige Interesse am SmartEnCity-Netzwerk.

Peter Rathje, verantwortlicher Projektpartner für das Netzwerk, richtet einen eindringlichen Appell an alle kleinen und mittleren Städte in Europa, dass sie dem SmartEnCity-Netzwerk beitreten. Denn nicht nur Hauptstäde können eine Vorreiterrolle übernehmen. Quelle: idw / bba

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