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Märkische Scholle packt Gebäudehüllen und Energieversorgung an

Quartierssanierung kann eine Sogwirkung erzielen

19.02.2015, 08:45

Dachaufbau aus Holz auf einem Gebäude der Märkischen Scholle in Berlin
Dachgeschoss aus Holz verbessert CO2-Bilanz. © Märkische Scholle

Bei der energetischen Sanierung weitet sich der Blick vom einzelnen Haus auf ganze Quartiere. "Anstoß für diese Entwicklung war die Erkenntnis, dass die notwendige Sanierungsrate für das Erreichen der Klimaziele bei der Fokussierung auf Einzelgebäude nicht geschafft wird", sagt Andrea Untergutsch, Prüfsachverständige für energetische Gebäudeplanung beim Berliner Büro CSD Ingenieure. "Hier kann die Quartierssanierung helfen, denn sie bietet mehr Möglichkeiten, Eigentümer einzubeziehen, durch die direkte Ansprache zu überzeugen und eine Sogwirkung zu erzielen."

Der Expertin gefällt besonders, wenn das energetische Sanierungskonzept Teil eines Entwicklungskonzeptes für das Quartier ist: "Man hat dabei das Gesamtsystem im Auge und kann die städtebaulichen, sozialen und klimapolitischen Zielsetzungen aufeinander abstimmen. Die energetische Optimierung geht dann mit einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Quartier einher."

Ein spannendes Beispiel ist für die Ingenieurin ein Vorhaben der Berliner Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle in Lichterfelde Süd. Eher untypisch sind hier alle Gebäude in einer Hand und eher homogen. Spannend findet Untergutsch das Projekt, weil sowohl die Gebäudehüllen als auch die Energieversorgung umfassend saniert und Häuser aufgestockt wurden. Dem BUND war das Projekt 2014 den Berliner Umweltpreis wert.

Sanierung im Quartier erfolgt nach und nach

Bei den großen Anlagen in ihrem Bestand ist es die Märkische Scholle gewohnt, quartiersweise zu denken. In Lichterfelde Süd saniert sie über 800 Wohnungen in 41 Gebäuden wegen des hohen Energieverbrauchs. Richtige "Energiefresser" seien vor allem die Wohnblöcke aus den 30er-Jahren, sagt Jochen Icken, Architekt und technischer Vorstand der Wohnungsgenossenschaft. Bis zu 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter mit den entsprechenden Nebenkosten fand der Vorstand der Genossenschaft auf Dauer untragbar für die Mieter.

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