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Uni Kassel bietet kostenlosen Kurs an

Online-Weiterbildung für Energieberater im Kommen

24.11.2015, 08:30

Strichmännchen vor dem Rechner
Weiterbildung klappt auch für Energieexperten online. © Fotolia/schinskilord

Energieberater, die sich weiterbilden wollen, können mittlerweile auf ein breites Angebot an Online-Kursen zurückgreifen. Diese haben den Vorteil, dass der Besuch nicht an feste Termine gebunden ist und dass keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung anfallen. Jeder kann außerdem das Lerntempo selbst bestimmen und sich bei Fragen in aller Ruhe schlau machen. Das Angebot reicht dabei von Grundlagen der EnEV 2014 bis zur Qualifikation zum Passivhausexperten.

So bietet beispielsweise die Ina Planungsgesellschaft zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt für Architekten, Ingenieure und Energieberater drei Lehrgänge mit Zertifikat rund um das nachhaltige Bauen und Sanieren an: den "Energieberater TU Darmstadt", den "Energieberater Nichtwohngebäude" und den "Fachplaner TU Darmstadt für Passiv-, Null- und Plus-Energie-Häuser".

Bislang sind die Darmstädter nach eigenen Angaben die Einzigen, die einen speziellen Kurs zum Thema Passiv- und Plusenergiehäuser anbieten. Wer den Kurs erfolgreich absolviert, hat die Möglichkeit, in die von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) geführte Effizienz-Experten-Liste aufgenommen zu werden.

Für Beraterinnen und Berater die bereits in der Liste stehen, gibt es auch einen Auffrischungslehrgang, der ab 2016 erstmals 24 Unterrichtseinheiten umfasst. Die Lehrgänge sind von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Bedienungsoberfläche und Programmsystematik sind in allen Kursen gleich.

EU fördert kostenlose Weiterbildung

Kostenfrei, dafür aber teilweise mit Präsenzveranstaltungen sind berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen auf universitärem Niveau zum Thema Niedrigstenergiegebäude. Die gibt es in verschiedenen europäischen Staaten, in Deutschland an der Universität Kassel. Start ist bereits im Dezember, eine Bewerbung für den ersten Kurs ist noch bis 25. November möglich. Die ersten drei Durchgänge mit jeweils 40 Teilnehmern werden im Rahmen des Projektes 'Meeting of Professional Energy Skills' gefördert, spätere Angebote sind kostenpflichtig.

Die Weiterbildung soll professionelle Akteure am Bau in punkto Energieeffizienz und Integration von erneuerbaren Energien bei der Modernisierung von Wohngebäuden unterstützen. Sie wird von der EU unterstützt, da das Ziel auch die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ist, die künftig den Niedrigstenergiegebäude-Standard fordert.

Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der energetischen Modernisierung des Wohngebäudebestandes. Bestandteil der Weiterbildungen sind unter anderem politische und strukturelle Rahmenbedingungen, die energetische Charakterisierung von Gebäuden, Baukonstruktionen und Anlagentechnik für Niedrigstenergiegebäude, die Integration erneuerbarer Energien, die energetische Bilanzierung von Gebäuden sowie Management und finanzielle Aspekte. Das Programm richtet sich an europäische Ingenieure und Architekten und andere am Bau beteiligte Akteure mit Interesse an Gebäudeenergieeffizienz und dabei gleichermaßen an Frauen und Männer.

Kurs zur Bewertung von Nichtwohngebäuden

Zahlreiche Online-Kurse bietet auch die Gesellschaft für Weiterbildung im Bauwesen an. Die Kurse sind kostenpflichtig. Relativ neu ist ein Kurs zur energetische Bewertung von Nichtwohngebäuden nach allen relevanten Teilen der DIN V 18599. Dies umfasst unter anderem die Berücksichtigung von Heizung, Lüftung, Kühlung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung, Kraft-Wärme-Kopplung und Gebäudeautomation sowie Nutzungsrandbedingungen, Zonierung und die eigentliche Bilanzierung. Er wird im Rahmen der Übergangsregelung für den Eintrag in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes in der Kategorie "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Nichtwohngebäude" mit 40 Unterrichtseinheiten anerkannt. Dafür muss er bis zum 31. März 2016 abgeschlossen sein. Außerdem gibt es einen Kurs zur aktuellen EnEV.

Seit gut einem Jahr bildet Ecolearn online weiter. Zirka 650 Lernmodule wurden bearbeitet und ungefähr 150 Dena-Zertifikate ausgestellt. Zertifikate und Punkte zur Anerkennung in der Effizienz-Expertenliste seien eine hohe Motivation, so E-Learning-Experte Professor Michael Marmann von der Hochschule Düsseldorf. Jedes Modul wird mit je sechs Unterrichtseinheiten von der Dena anerkannt. Auf Ecolearn gibt es die vier Lernmodule Passivhausstandard, Luftdichte Gebäudehülle, Grundlagen der Lüftungstechnik und Berechnungen der Wirtschaftlichkeit. Sie dienen auch zur Vorbereitung auf die Prüfung zum zertifizierten Passivhausplaner. Von Pia Grund-Ludwig

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