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Sondermittel für Sanierung, Holzheizung und Solarthermie

Österreich weitet Förderung für Sanierung aus

06.05.2011, 00:00

Österreich hat eine Reihe von Förderprogrammen zu Sanierung und zum Umstieg auf erneuerbare Wärmeerzeuger gestartet. Seit Mai 2011 gibt es sechs Millionen Euro aus den Förderprogrammen "Mustersanierung" und "Holzheizungen" für Sanierungen betrieblicher und öffentlicher Gebäude. "Mustersanierung" soll durch Best-Practice-Sanierungen zeigen, wie der Energieverbrauch in Gebäuden radikal verringert werden kann. Bis 15. November 2011 stehen drei Millionen Euro für betrieblich genutzte Gebäude und erstmals auch für öffentliche Gebäude von Gemeinden zur Verfügung. Die Förderhöhe für umweltrelevante Mehrinvestitionskosten je Projekt liegt bei bis zu 600.000 Euro, das sind 150.000 Euro mehr als 2010.

Neu ist ein gestaffeltes Bonussystem: Wer seinen Betrieb oder öffentliches Gebäude zum Passivhaus saniert, bekommt neben dem Basis-Fördersatz von 45 Prozent weitere 5 Prozent Bonus, wer zum Plusenergiehaus saniert sogar 10 Prozent und wer Dämmstoffe mit dem österreichischen Umweltzeichen nutzt, kann weitere 5 Prozent erhalten. Damit ist erstmalig ein Fördersatz von maximal 60 Prozent für umweltrelevante Mehrinvestitionskosten möglich. Verschärft wurden jedoch die Einreichkriterien: Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern muss statt 35 Prozent bereits 70 Prozent betragen.

Drei Millionen Euro Fördermittel gibt es für nachhaltiges Heizen, mindestens 6.000 Familien sollen davon profitieren. Gefördert werden Holzheizungen. Die Anschaffung von Biomasseheizungen, die mit Hackgut oder Pellets befeuert werden, unterstützt der Klima- und Energiefonds 2011 pauschal mit 500 Euro pro Heizanlage und Haushalt. Gefördert werden Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte bis hin zu vollautomatischen Pelletskaminöfen. Ausgenommen von der Förderung sind Kamin- oder Kachelöfen mit Scheitholz.

Unterstützt werden auch innovative große solarthermische Anlagen mit einer Kollektorfläche zwischen 100 und 2.000 Quadratmetern für solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben, solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgungen (Mikronetze, Nah- und Fernwärmenetze), hohe solare Deckungsgrade (über 20 Prozent am Gesamtwärmebedarf) in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben, solar unterstützte Klimatisierung und deren Kombination mit solarer Warmwasseraufbereitung und Heizung in Zeiten ohne Kühlbedarf. Der Fördersatz liegt bei maximal 40 Prozent der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten. pgl

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